Malawi trifft Schweiz

Heute zum Frühstück mal wieder eine (fast) aktuelle LP aus dem letzten Jahr:

Malia, Boris Blank – Convergence

Boris Blank -der instrumentelle Teil von Yello aus der Schweiz- hat hier zusammen mit Malia, die in Malawi aufgewachsen ist, aber seit langem in London lebt, ein Album aufgenommen, in dem sich beide Musiker in ihrer persönlichen musikalischen Entwicklung sehr gut ergänzen. Dazu paßt dann auch der Titel des Albums sehr gut. Als Genre findet man zu „Convergence“ z.B. Future Jazz, was auch immer das im Einzelnen heißen mag. Wird anscheinend gerne verwendet, wenn man nicht so genau weiß, wo man die Musik eigentlich einordnen soll. Boris Blank als Perfektionist auf allem, was nach Synthesizer aussieht (z.B. Fairlight CMI) kommt mit seiner langen Yello-Karriere vom Electro-Pop (etc.), Malia aus dem Jazz-Bereich, wobei ihre Vorliebe für die Vorbilder Sarah Vaughan und Nina Simone deutlich hörbar sind. Heraus kommt dabei ein Album, auf dem alles perfekt ist -bei Boris Blank erwarte ich auch nichts anderes-, aber die Perfektion kommt nicht mit einer langweilenden Sterilität daher, das ist wohl ein bißchen das Geheimnis von Boris‘ Art und Weise, Musik zu machen. Dazu die warme, leicht rauchige Stimme von Malia, da kommt keine Sekunde Langeweile auf.

Einzelne Stücke habe ich sogar schon mal im Radio (Bayern 2) gehört, das erlebe ich auch eher selten, daß mal was von den Alben in meinen Schränken im Funk verbreitet wird.

Ein wunderbares Album, manches klingt ein bißchen wie aus einem James-Bond-Film, nur besser.

Meine Wertung: 4

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