Bründlmayer kann auch Rosé

Einfach, um mal zu sehen, was Willi Bründlmayer abseits von Riesling und Grüner Veltliner noch kann, haben wir heute mal den

2012er Zweigelt – Langenlois – Rosé – trocken – Qw, Bründlmayer, Kamptal

probiert.

Zweigelt wird ja in letzter Zeit auch gerne mal ins Abseits gestellt und dafür eher der Blaufränkisch gehypt. Wobei das generell ja auch seine guten Gründe hat, allerdings habe ich in meiner Wein“karriere“ auch gelernt bzw. erfahren, daß man auch aus wenig renommierten Traubensorten unter günstigen Bedingungen (also Lagenbedingungen plus Winzergeschick) schöne Sachen zaubern kann.

Ich war dann also gespannt auf meinen ersten Zweigelt-Rosé. Der Wein hat eine schöne, dichte, lachsrosa Farbe, trotz der immerhin schon 3 Jahre auf dem Buckel perlt er noch ganz leicht im Glas. Bei Rosé habe ich häufig das Problem, daß die Weine stark parfümiert riechen und schmecken, aber dieses Problem bereitet der Bründlmayer Rosé nicht. Ein zwar rosétypischer Duft nach Erdbeeren und Himbeeren steigt einem in die Nase, jedoch ohne ohne die gefürchtete künstliche Note. Ähnlich auch am Gaumen, da spürt man aber die Himbeere etwas mehr als in der Nase. Leichte Mineralik, insgesamt sehr trocken, die Säure verhalten spürbar, aber doch genug, um dem Wein die nötige Frische zu verleihen. Die 12 Umdrehungen passen zum Gesamteindruck.

Insgesamt ein sehr schöner, natürlich wirkender Rosé, der sich gut in die Qualität der anderen Gewächse des Hauses einreiht, andererseits aber auch kein Wein, der deutliche Alleinstellungsmerkmale aufweist.

Meine Wertung : Nachkauf 1/3

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