Fortsetzung der Ungarn-Reihe

So, heute machen wir mal mit den im letzten Jahr im Somlói-Gebiet erstandenen Weinen weiter. Es ist schön warm draußen, da hoffte ich nach heute 600 km Fahrt zum Tagesausklang noch einen unkomplizierten und frischen Weißwein genießen zu können. Dazu habe ich von den Resten der ungarischen Bestände den

2012er Furmint, Tornai, Nagy-Somlói

aufgemacht. In der Nase zeigt der Furmint bereits seine etwas eigenwillige Aromatik. Kernobst wie noch nicht ganz reifer Pfirsich gepaart mit einer durchaus kräftigen Mineralik, etwas Rauchigkeit und noch eine herbe Feldblumenwiese. Am Gaumen unglaublich cremig, sehr geschmeidige Säure. Die immerhin 13 Umdrehungen wirken überhaupt nicht schwer, „geht runter wie Öl“ hatte ich mir spontan gedacht. Die „grüne“, etwas pelzige Pfirsichnote auch hier. Wirkt ein bißchen gerbstoffig, aber auf der angenehmen Seite. Der Abgang bewegt sich im Minutenbereich und reflektiert 1:1 das Erlebnis am Gaumen.

Auch wenn ich jetzt ein bißchen schwelge, das ist jetzt kein „ganz großer Wein“, aber angesichts des Preises von ca. 1.700 Ft. (ca. 5,50 EUR) für den Furmint aus der „Classic-Linie“ von Tornai ist dies doch ein sehr bemerkenswertes Tröpfchen mit eigenem Charakter, welches in vergleichbarer Qualität in D, A, I eher in der 10 plus Euronen-Klasse anzusiedeln wäre. Und macht uneingeschränkt Spaß! Wenn mir der in Ungarn wieder in die Hände fällt, greife ich gerne wieder zu!

Meine Wertung: 2

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