Einstimmung auf den 19. Livestream bei Wein am Limit

Nächsten Donnerstag mache ich wieder mal bei einem Livestream von Wein am Limit mit, bei dem es zwei Rosés zu verkosten gibt. Einer davon ist der Jahrgangsnachfolger des

2013er Winifred – Cuvée, Gut Oggau, Neusiedlersee-Hügelland

von dem ich jetzt noch eine Flasche übrig hatte. Da mich der Vergleich zum dann zu öffnenden 2014er interessiert und die letzte Flasche 2013er „Winifred“ schon zu lange her ist, haben wir also heute den vorigen Jahrgang zur Einstimmung aufgemacht.

Das Gut Oggau personifiziert ja alle seine Weine, die „Winifred“ ist nach deren Definition:

Tochter von Timotheus. Kind aus erster Ehe, dessen Mutter auf mysteriöse Weise über Nacht verschwand. Wie ihre Cousine hat auch sie ein offenes, gewinnendes Wesen, ist umgänglich und von sonnigem Gemüt. Ihrer Reiselust wegen ist sie möglicherweise nicht jedes Jahr in Gut Oggau anzutreffen, doch wer ihr einmal begegnet ist, der erinnert sich an sie als eine einzigartige, wissbegierige, belebende und charmante junge Dame.

Winifred ist eine Cuvée aus Blaufränkisch und Zweigelt. Wie bei den Oggaus (bzw. Tscheppe / Eselböcks) so üblich, wird spontan im großem Faß vergoren. Der Ausbau erfolgt ebenfalls in großen Fässern auf der vollen Hefe. Filtriert wird nicht, Schwefel gibt’s ein bißchen was bei der Abfüllung. Gemäß Flaschenetikett stammt der Wein aus biologischer Landwirtschaft mit Demeter-Zertifizierung in Umstellung.

Im Glas zeigt sich der Wein mit einer auch für einen Rosé nicht ganz typischen, eher intensiv, aber hellen kirschroten Farbe. Beim Einschenken perlt es noch ziemlich gewaltig, recht dicke Bläschen hängen für einige Zeit am Glasrand. In der Nase ist „Winifred“ eher zurückhaltend, aber es lassen sich ein paar Beeren, aber auch etwas Kernobst und Zitruszesten ausmachen. Auch ein paar Blümchen spielen mit. Am Gaumen ist der Rosé über die Zeit wandlungs- bzw. entwicklungsfähig. Anfangs mit sehr kerniger Säure und einigen Grapefruit-Bitterchen ausgestattet, entwickelt sich Winifred innerhalb gut einer Stunde zu einem mehr und mehr eleganter werdenden Wein, der aber seine Frische durch die schöne Säurestruktur nie einbüßt. Fruchtmäßig ergibt sich ein schöner Korb gefüllt mit Boskoop, Blutorangen, Limettenzesten, Walderdbeeren und Granatapfel. Die 12 PS passen gut zur Gesamtcharakteristik, der Abgang ist lang und frisch.

Der Wein schreit geradezu nach Sonne pur, leider hat das Wetter während der Verkostung aber deutlich nachgelassen. Das schmälert den Genuß von „Winifred“ aber nicht wirklich. Ich bin gespannt, wie der Nachfolgejahrgang im Vergleich ist, am Donnerstag wissen wir mehr. Vielleicht gibt es ja Unterschiede bei der Säure. Der Alkoholgehalt ist jedenfalls um einen halben Prozentpunkt niedriger. Vorsichtshalber werde ich die 2014er Flasche aber schon ein bißchen vor Beginn des Livestreams öffnen.

Meine Wertung: 2

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s