Beeriger Riesling

Nach der ersten Beerenauslese von den Schmitt’s war jetzt anläßlich einer schönen Käseauswahl mal wieder so was Süßes dran:

2012er Riesling – Randersackerer Sonnenstuhl – Beerenauslese – Erste Lage, Schmitt’s Kinder, Franken

Im Glas präsentiert sich die Beerenauslese mit einem mittleren Goldgelb, in der Nase duftet der Wein sehr intensiv nach Rosinen, getrockneten Pfirsichen bzw. Aprikosen, dazu Feigen, weiters braune Würze nach Muskat sowie etwas Kreuzkümmel und oben drauf noch eine Portion Edelkastanienhonig. Am Gaumen zusätzlich Orangeat und Karamell. Schöne, deutlich spürbare Säure, die der erheblichen Süße und Extraktsüße soweit erfolgreich Einhalt gebietet, als daß der Wein bei aller geschmacklichen Opulenz dennoch sehr frisch wirkt und wie Öl runter geht. Da ist die halbe Flasche ziemlich schnell leer. Das Ganze spielt sich bei gerade mal 8,5 Umdrehungen ab. Gerade in dieser Liga zeigt sich sehr schön, daß Geschmack nicht zwangsläufig mit dem Alloholgehalt zunimmt. Der Abgang befördert in erster Linie den vielfältigen Fruchtextrakt über eine recht lange Zeit, auch nach einer Viertelstunde hat man noch die vielfältigen Aromen dieses Rieslings im Mund.

Dafür, daß ich vor einiger Zeit den süßen Weinchen ja eher reserviert gegenüber stand, finde ich meine eigene Wertung jetzt doch ziemlich bemerkenswert. Übrigens: mein persönliches Highlight: etwas Blue Stilton auf der Zunge schon halb zergehen lassen, dann etwas von dieser BA drüber. Genial! Vielen Dank an Herrn Schmitt, daß er mich auf diese schöne Spur gebracht hat!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3

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