Opulenter Soave

Ich habe ja schon ein paar Soave hier beschrieben, die alles andere waren als die dünnen Brühen, die viele Leute mit dieser italienischen Sorte verbinden. Auch ein schöner Beleg dafür, daß „Soave Classico DOC“ exakt nichts über die Qualität des Weins aussagt, weil die Spanne einfach sehr weit ist, ist der

2012er Contrada Salvarenza – Vecchie vigne – Soave Classico DOC – Garganega, Gini, Veneto

Schon im Glas zeigt ein kräftiges Goldgelb mit Tendenz zum Bernstein an, daß hier kein Discounter-Soave für 1,99 Euronen im Glas ist. In der Nase tief gelb, reife Aprikosen, Marulas, sehr reife, in Dar-es-Salaam direkt vom Strauch gepflückte Papaya, frittierte Kochbanane, Wildblütenhonig, ganz leicht auch Tabak. Am Gaumen opulent, aber doch mit Frische, kerniger, aber nicht kratziger Extrakt. Nicht sehr viel spürbare Säure, aber doch genug um den Wein nicht zu fett wirken zu lassen. Die Stärke dieses Soave ist die dichte und vielschichtige Fruchtigkeit, ein bißchen Mineralik spürt man zwar im Hintergrund, aber mehr als schmückendes Beiwerk. Im langen fruchtigen Abgang zeigt sich diese mit etwas Verzögerung aber dann deutlicher.

Das hier ist nichts, was ich selbst jemals blind als Soave eingestuft hätte, aber auch sowas geht mit Garganega. Kostet zwar ein paar Taler mehr, ist es aber wert. Finde ich…

Meine Wertung: 2

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