5. Weinrunde in / um München

Letzten Freitag fand bereits die fünfte Weinrunde in bzw. um München statt, an der wieder Weinliebhaber ohne steifen Kragen einige Freude bei der Blindverkostung von Weinen rund um ein vorgegebenes Thema hatten. Unterstelle ich zumindest mal. Diesmal darf ich mir selbst den Dank für die perfekte Ausrichtung aussprechen ( 😉 ). Nein, Scherz beiseite. Ich hoffe, es hat allen Teilnehmern gefallen, zumindest sind bis jetzt keine lautstarken Beschwerden bei mir eingegangen. Konstruktive Kritik ist aber durchaus erwünscht!

Die Teilnehmer haben diesmal Weinchen zu folgendem Thema mitgebracht:

Blaufränkisch versus Lemberger und Co. Eine Preisrange gab es nicht.

Zum Einstieg gab es außer Konkurrenz aber erst mal einen

Wein A: 1981er Riesling – Zeller Petersborn-Kapertchen – Spätlese – QmP, Weingut Heinrich Mayer jr., Mosel

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Von einem Teilnehmer wurde uns dieses in die Jahre gekommene Schätzchen mitgebracht, das in einer Überraschungskiste enthalten war, wie sie derzeit im Rahmen einer Kellerauflösung für jeweils 60,- / 70,- EUR je Sechserkiste vom Vinum-Magazin verkauft werden und deren Erlös einem wohltätigen Zweck dient.

Das Weingut existiert auch heute noch, die entsprechende Spätlese aus der gleichen Lage kostet jetzt 7,00 EUR / Fl. Wenn man nach dem Verbraucherpreisindex geht, könnte die von uns konsumierte Flasche mal ca. 7,00 DM ab Weingut gekostet haben. War also damals schon nichts wirklich Hochpreisiges.

Im Glas ein ziemlich sattes Goldgelb, in der Nase Kastanienhonig, leichte Sherrynote (nicht von der Sorte, die anzeigt, daß der Wein „drüber“ ist), Marula, kandierte Orange, etwas Paraffin. Am Gaumen immer noch sehr frisch wirkend, viele kandierte Früchte, auch hier eine deutliche Honignote, etwas Jod. Moderater Säuregehalt, paßt aber gut zu dem nicht gerade geringen Extrakt. Schön langer fruchtsüßer Abgang.

Das war eine echt schöne Überraschung, erstaunlich, wie sich dieser Wein gehalten bzw. entwickelt hat, der war sein Geld echt wert! Vielen Dank nochmal für diesen besonderen Genuß!

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

Danach gab es quasi zur Einstimmung auf das Blaufränkisch-Thema außerhalb der Blindverkostung einen

Wein B: 2011er Blaufränkisch – Steingraben – Salvatore – trocken – Qw, Die Winzerei – Ringhofer Pairits, Leithaberg

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der uns separat spendiert wurde mit dem Hinweis, daß er etwas außerhalb dessen steht, was man gemeinhin unter Blaufränkisch versteht. Na, mal sehen! Vielen Dank jedenfalls für dieses Extra!

„Die Winzerei“ wird von zwei Nebenerwerbswinzern betrieben, die gerade mal 5 Hektar bestockt haben, dabei aber mindestens 18 verschiedene Weine erzeugen. Kann also jeweils nicht viel sein, was da auf die Flaschen gezogen wird. Der Salvatore stammt dabei von Reben, die 1927 gepflanzt wurden, also bald 90 Jahre alt sind. Allein diese Information würde einen wohl nie dazu bringen, anzunehmen, daß der Wein für weniger als 10 Euronen je Flasche zu haben ist.

Die Farbe ist ein eher helles Rubinrot, deutlich transparent. Geruchlich findet man dunkle Kirschen, ein bißchen Leder und etwas Rauchigkeit. Am Gaumen recht samtige Tannine, auf der Fruchtseite dominiert Brombeere, dazu etwas 75%ige Bitterschokolade. Leicht rauchig, weiters eine recht frische Säurestruktur, schöner fruchtbetonter Abgang.

Die Sorge, daß der Wein für den „Wettbewerb“ zu untypisch sein könnte, kann ich so nicht nachvollziehen, dies ist ein ausgesprochen gut gemachter BF, der eigentlich alles mitbringt, was diese Rebsorte auszeichnet und dabei mit seiner angenehmen und ausgewogenen Struktur sehr viel Freude macht, ohne dabei „einer von vielen“ zu sein.

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3

Jetzt geht’s aber los mit den Weinen der Blindverkostung:

1. Wein: 2011er Blaufränkisch – Reserve – trocken – Qw, Moric, Neusiedlersee-Hügelland

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Moric ist ja eine an sich recht bekannte „Marke“ für Blaufränkisch -aber auch Grünen Veltliner- im Burgenland, hinter der der Winzer Roland Velich steht. Große Namen wecken natürlich auch große Hoffnungen, gerade wenn es eine Reserve ist.

Im Glas sehr dunkel und kaum transparent, in der Nase eher verhalten, etwas Brombeere ist auszumachen. Am Gaumen deutlich pelzig, kaum Frucht, nur etwas Brombeere und mit der Säure ein bißchen Grapefruit. Weiters aus dem Holz Mokka und eine leicht rauchige Note, die Säure auch eher verhalten. Der Nachhall eher kurz und rauh.

Der Wein ist ein eher rauhbeiniger Geselle, vielleicht ist er einfach noch deutlich zu jung oder er hätte ein paar Stunden mehr Zeit gebraucht, sich zu entfalten, die hatten wir aber nicht. Daher bleibt nur mein Eindruck zum Zeitpunkt der Verkostung und der war nicht so überragend, auch wenn der Wein für mich eigentlich eine schöne mineralische Seite hatte. Einen „BF“ stelle ich mir aber doch anders vor.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3

2. Wein: 2006er Blaufränkisch – Rohrwolf – trocken – Qw, Kloster am Spitz – Thomas Schwarz, Leithaberg

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Der „Rohrwolf“ ist eines der Flaggschiffe von Thomas Schwarz, hinter dem auch ein ordentlicher Preis steht. Auch hier ist die Erwartungshaltung wohl recht hoch, wenn man sich so eine Flasche zulegt.

Die Farbe ist ein mittleres Rubinrot mit mittlerer Transparenz, dabei leicht trüb. In der Nase eine deutliche Sauerkrautnote von der nicht so angenehmen Art, die sich auch während unseres Treffens nicht signifikant verringert hat. Fruchtaromen habe ich hier gar keine gefunden, nur noch eine leichte Rauchigkeit. Auch am Gaumen kaum Frucht, dafür Spreewaldgurken, pelzige Tannine, etwas metallisch, leicht lieblicher Charakter.

Wir waren uns nicht sicher, ob ggf. nur die Flasche einen Fehler hat oder der 2006er Rohrwolf (derzeit) einfach so ist wie er ist. Ich konnte mit dieser Flasche leider gar nichts anfangen…

Meine Wertung: Nachkauf 0 von 3

3. Wein: 2014er Blaufränkisch – Wiesenbronn – trocken – Qw, Roth, Franken

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Die Blaufränkischen des Weinguts Roth stammen von Reben, die Ende der 70er Jahre aus dem Burgenland „eingeschmuggelt“ wurden, also kein Lemberger, der einfach einen anderen Namen trägt.

Recht helles Granatrot im Glas, eher eine Spätburgunderfarbe. In der Nase etwas rauchig, die Fruchtseite erinnert an Schattenmorellen. Am Gaumen sehr extraktreich, wenig Tannine, etwas rauchig. Nicht übermäßig viel, aber gut eingebundene Säure, der Abgang ist eher zitruslastig mit etwas Vanille.

Auch wenn hier österreichische Reben verwandt wurden, war das für mich klar eine eher deutsche Stilistik, die über die Betonung der Extraktsüße leicht ins Liebliche tendiert, auch wenn der Wein zweifelsohne kaum Restzucker enthält. Sowas ist einfach nicht ganz so mein Fall. Schön und gut gemacht, aber ohne Nachkaufreflex auf meiner Seite.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3

4. Wein: 2013er Lemberger – 2 Stern – trocken – Qw, Schnaitmann, Württemberg

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Dieser VDP-Gutswein wurde in kleinen, alten und neuen Fässern vergoren und ausgebaut.

Mittleres transparentes Rubinrot im Glas. In der Nase eher wenig helle Kirschfrucht, etwas Blumentopf und Thymian habe ich dafür erkannt. Am Gaumen Kirsche und Heidelbeere, auch Thymian, weiters etwas Pfeffer. Die Tannine weit auf der sanften Seite mit nur ganz geringer Pelzigkeit. Das Spiel der Säure mit dem Extrakt ist sehr ausgewogen, der Abgang recht lang und fruchtbetont.

Diesen Wein habe ich in Österreich angesiedelt und ihm ein Alter von wenigstens 6 Jahren angedichtet. Knapp daneben! Was absolut für den Wein spricht!

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

5. Wein: 2012er Lemberger – trocken – Qw, Pix, Baden

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Das Weingut Pix keltert Demeter-Weine in Ihringen am Kaiserstuhl, hier am Fohrenberg. Der Lemberger ist im Holzfaß gereift. Interessant ist, daß das Weingut neben dem Alkoholgehalt (13,5 Umdrehungen) auch Restzucker (1,9 g/l) und Säure (5,2 g/l) ausweist. Finde ich eigentlich nicht schlecht, auch wenn’s möglicherweise nur eine Minderheit (wie mich z.B.) interessiert.

Hier wieder ein mittleres, transparentes Rubinrot. In der Nase ein leicht rumtopfiges, helles Kirscharoma, weiters ein bißchen Nelke. Geschmacklich einige moderate Holzaromen inclusive Karamellbonbon, die Tannine eher auf der scharfen Seite, die Frucht erinnert an „Mon Cherie“ mit entsprechender alkoholischer Note. Die Säure ist relativ zum Extrakt deutlich zu moderat, der Lemberger wirkt sehr bombastisch im Mund. Der Abgang war bei mir leider etwas arg metallisch.

Das war auch nicht so wirklich meins…

Meine Wertung: Nachkauf 0 von 3

6. Wein: 2011er Blaufränkisch – Saybritz – trocken – Landwein Weinland, Weninger, Eisenberg

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Der rote Saybritz stammt wie der Weiße nicht aus der eigentlichen Heimat von Franz Weninger, sondern aus einem kleinen Weingarten am Eisenberg, der Franz Weningers Verwandtschaft gehört, aber von Weninger bewirtschaftet wird.

Jetzt wieder mal was ganz Dunkles mit nur geringer Transparenz im Glas. In der Nase sehr vielschichtige Fruchtaromen: Brombeere, Kirsche, Schwarze Johannisbeere, Heidelbeere. Dazu etwas Vanille und Nelke. Am Gaumen nicht ganz so fruchtig, es bleiben Brom- und Heidelbeere übrig, dafür deutlich kräuterige Noten wie Oregano und Rosmarin, recht salzig auf der Zunge, markante, aber schön ausgleichende Säure. Der Abgang ist dann fast ganz auf der mineralischen Seite angesiedelt und hält in dieser Form ein paar Minuten an.

Der Wein fiel bei den Fruchtliebhabern aufgrund der oben beschriebenen Staffelung der Intensität der Fruchtaromen etwas bis deutlich ab, quasi fruchtseitig ein „Blender“, mir hat er aber dennoch sehr gut gefallen, da er dadurch im Gesamteindruck sehr vielschichtig wird. Der polarisierendste Wein des Abends aus meiner Sicht.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

7. Wein: 2012er Blaufränkisch – trocken – Qw, Kloster am Spitz – Thomas Schwarz, Leithaberg

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Dies ist nun der Basis-BF von Thomas Schwarz. Gut 3 Monate auf der Maische belassen reifte der Blaufränkisch anschließend in großen Holzfässern.

Hier wieder was farblich mittleres. In der Nase leicht kirschkompottig, dazu etwas Blumentopf. Geschmacklich sehr tanninreich, noch auf der rauhen, sogar etwas metallischen Seite, aber das schleift sich sicher noch ein. Auf der Fruchtseite finde ich Brombeere und schwarze Johannisbeere, die Säure ist recht markant. Der Abgang mittellang und nicht sehr fruchtintensiv.

Der „kleine“ BF vom Kloster am Spitz ist für mich deutlich schöner als der große Bruder oben, aber ich denke auch, daß der Wein noch deutlich Zeit braucht. Im jetzigen Zustand daher

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3

8. Wein: 2012er Kékfrankos – Nagytótfalu, Hummel, Villány

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Dieser ungarische Vertreter stammt nicht von der ungarischen Seite des Neusiedlersees (so quasi die Fortsetzung des Burgenlands) oder dem Balaton, sondern aus dem äußersten Süden Ungarns.

Hier die Farbe wieder etwas dunkler, nur leicht transparent. In der Nase schwarze Kirschen, harzige Tannenzapfen und etwas Kodan. Am Gaumen ähnlich medizinal, hier eher Aceton, weiters Aluminium, recht pelzige, kratzige Tannine.

Das war jetzt leider auch gar nicht mein Geschmack!

Meine Wertung: Nachkauf 0 von 3

Zum Abschluß gab’s dann -wieder außer Konkurrenz- noch was süßes Rotes aus Griechenland:

Wein C: 2013er Syrah – Princess – Sweet Red Wine – PGI Evia, Κτημα Αβαντις / Avantis Estate, Evia

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Als letzten Wein habe ich noch eines meiner wenigen roten süßen Fläschchen ins Rennen geworfen. Der „Princess“ ist der Tochter des Winzers Apostolos Mountricha gewidmet, er wurde in gebrauchten Holzfässern (zweite Belegung) ausgebaut.

Im Glas sehr dunkel und kaum transparent. In der Nase sehr reife Schwarzkirschen, leicht alkoholisch, aber nicht kompottig. Am Gaumen viel fruchtsüßer Extrakt von Schwarzkirschen und Johannisbeergelee, etwas Schokolade, süßlicher Pfeifentabak, Vanille, Zimtsterne mit leichter Haselnußnote. Tolles Süße-Säure-Spiel, die Tannine werden dadurch zu butterweichen Gaumenschmeichlern. Der Abgang ist lang und warm und betont die Kirschen sehr schön.

Der „Princess“ geht von der Stilistik schon ein bißchen in die Portweinrichtung, allerdings bietet er eine markantere Säure bei deutlich weniger Alkohol (14 %). Sehr schön gemachter Wein!

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

Fazit:

Interessantes Ergebnis an diesem Abend für mich war, daß zwei der teuersten Weine des Abends eigentlich kollektiv untergegangen sind und die günstigeren Flaschen im Wettbewerb deutlich mehr Anklang gefunden haben. Auch bei den zwei Weinen aus dem gleichen Weingut (Kloster am Spitz) war das so. Und auch die Aussage, daß die Unterschiede in der Stilistik zwischen Blaufränkisch und Lemberger wesentlich in den genetischen Differenzen der verschiedenen Klone begründet seien, konnte sich bei uns nicht durchgehend bestätigen. Der Lemberger von Schnaitmann wurde überwiegend als Österreicher eingestuft, der Blaufränkisch von Roth war ein eher deutlich „deutscher“ Rebsortenvertreter. Allgemeinheiten bringen einen also auch hier nicht weiter.

Insgesamt hat es -zumindest mir- wieder sehr viel Spaß gemacht, vielen Dank nochmal an alle Teilnehmer, die alle auf ihre Weise zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Ich freue mich auf Nummer 6 in ein paar Wochen und bin schon gespannt auf das nächste Thema!

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6 comments on “5. Weinrunde in / um München

  1. Hallo Erich,
    eine schöne Runde habt ihr in München und die BF Probe hätte mich auch sehr interessiert.
    Von den Weinen kenne ich nur den Moric Reserve (allerdings aus 2008) und ich finde Du hast bei diesem Wein vollkommen recht:
    Der war viel zu jung oder hatte viel zu wenig Luft 😉
    Eigentlich müssten die Moric Weine Deinen Geschmack gut treffen – Eleganz, Ruhe, Bodenständigkeit, total entschleunigt – wie Werlitsch in rot, dabei weniger schwierig (und für mich deutlich besser verständlich). Und mit den Alten Reben aus Neckenmarkt und Lutzmannsburg wird es dann ganz groß (und leider auch teuer).
    VG Patrik

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    • Hallo Patrik!
      Kann gut sein, daß der „Moric“ sich über die Jahre noch entwickelt hätte. Oder erst nach 2 Tagen „offen“ zeigt, was er kann. Am Tag der Verkostung habe ich den letzten Rest, den ich mir am Ende noch ins Glas gefüllt habe, einige Stunden nach dem Öffnen nochmal probiert, aber bis dahin hat sich keine signifikante Veränderung gezeigt. Dabei können auch große (und teure) BF’s in recht jungem Zustand schon viel Spaß machen. Der „Dürrau“ (2011, knapp 50 Euronen) vom Weninger hat z.B. im zarten Alter von 2 Jahren bei der Verkostung in Horitschon auch schon sehr viel Spaß gemacht. Die von mir damals mitgenommenen Flaschen warten aber noch im Keller…
      Der „Neckenmarkt“ ist ja nochmal um einiges teurer, eigentlich über meiner Schmerzgrenze. Ohne erfolgreiche vorherige Verkostung werde ich mir den sicher kaum zulegen bzw. er müßte mich schon ganz extrem beeindrucken, daß ich mir diesen Spaß leisten würde…
      VG Erich

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  2. Hallo Erich,

    die Blaufränker von „Moric“ sind in der Tat ganz ausgezeichnet, aber leider auch sehr teuer. Einer der schönsten Blaufränker alias Lemberger der letzten Jahre kam für mich aus Württemberg: 2013er Neipperger Schlossberg Großes Gewächs von Graf Neipperg. Den gibt’s im Handel immer noch für 30 EURO, was für ein GG in Rot ein durchaus fairer Preis ist. Der kann auf seine Art, vor allem was Eleganz und Finesse betrifft, mit den doppelt so teuren „Moric“-Lagenweinen mithalten.

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    • Hallo Bodo,

      ja, meine Erfahrungen mit Moric sind eher gering, genau genommen kenne ich nur diesen einen Wein bis jetzt. Die vergleichsweise hohen Preise (1 x Neckenmarkt ca. 80 EUR) haben mich im Burgenland in die Arme anderer Winzer getrieben. Und bei denen zahlt man auch schon mal 35 bis 50 Euronen für die schönsten Gewächse. Bei dem Moric in unserer Runde hatte ich mir doch deutlich mehr erwartet, da dem Gut von nicht wenigen Weinwissenden doch ein ziemlich dicker Glorienschein verpaßt wurde. Zumindest die 2011er Reserve war dann doch sehr enttäuschend, auch wenn die mit ca. 30 EUR/Fl. bei Moric ja auch „nur“ im Mittelfeld rangiert. Ob sich da mit ein paar Stunden mehr Luft das Ganze signifikant zum Positiven entwickelt hätte, weiß ich leider nicht.

      Mit der Stilistik der Württemberger Lemberger (bzw. BF’s) kann ich in der Regel wenig anfangen, aber Ausnahmen wie der Lemberger von Schnaitmann in dieser Runde bestätigen schön die Regel. Den Wein hatte ich ja begeistert nach Österreich verortet. Wäre schon interessant zu erfahren, was das Haus Neipperg aus der Rebe (für meinen Geschmack) zaubern kann…

      Vielleicht sehen wir uns ja demnächst wieder mal beim WV-Treffen…

      VG Erich

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