Überraschungskiste – Teil 2

Spaßeshalber habe ich heute mal wieder ein Fläschchen des Überraschungspaketes aufgemacht:

1983er Winzenheimer Rosenheck – Riesling – Spätlese, Reichsgraf von Plettenberg, Nahe

Das Weingut von der Nahe ist anscheinend heute in der Form der 80er Jahre nicht mehr existent. Es gibt zwar die Reichsgraf von Plettenberg GmbH, aber mit Sitz in Vogtsburg-Oberrotweil in Baden, das Ganze scheint jetzt mehr Handel als Weingut zu sein. Eine eigene Website gibt es nicht mehr, man landet nach der Suche bei bacchus.de und wird auf den Zusammenschluß verschiedener Gesellschaften hingewiesen. Außerdem taucht der Name heute im Netz im Zusammenhang mit dubiosen Vermarktungsmethoden auf. Man findet dort zwar eine Auslese von der gleichen Lage, allerdings mit Noname-Etikett. Das verheißt für die Gegenwart nichts Gutes, mal sehen, wie es vielleicht in der Vergangenheit aussah:

Im Glas ein dunkles, dichtes Goldgelb, in der Nase eher verhalten und was kommt, ist Honig mit einer phenolischen Note. Am Gaumen dann Honig und Säure, leider die, die man aus dem Essig kennt. Zwar nicht viel, aber genug, daß man hier in keinster Weise noch von Spaß im Glas reden kann. Schmeckt eigentlich so, wie mancher verunglückte Vin-naturel-Versuch. Wie er zu seinen besseren Zeiten mal geschmeckt haben könnte, kann man schwerlich sagen.

Schade zwar, aber ich habe beim Ansehen der Flasche schon mit 50 / 50 getippt…

Meine Wertung:

 

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s