Circle

…war in den frühen 70er Jahren eine Jazz-Avantgarde-Formation, die von den Musikern Anthony Braxton (reeds, perc), Chick Corea (p), Dave Holland (b, clo) und Barry Altschul (perc) gegründet wurde. Hier trafen Avantgarde- bzw. sehr freier Jazz (Braxton sowie hier auch Holland) und Musiker mit Fusion-Hintergrund der ersten Stunden zusammen. Auf dem Doppel-Album

Circle – Paris-Concert

ist auf zwei LP’s ein Konzert vom 21. Februar 1971 in Paris (Maison de l’O.R.T.F.) verewigt.

Hier wechseln sich Stücke mit sehr stark avantgardistischem Charakter (z.B. „73° Kalvin (Variation – 3)“, der Name des Tracks zeigt schon etwas die Richtung an) mit solchen der damals aktuellen Fusion-Entwicklung (z.B. „Nefertiti“ von Wayne Shorter) ab, wobei die Fusion-Stücke insbesondere durch Braxtons Einfluß „avantgardisiert“ werden und umgekehrt die Braxton- / Holland-Stücke etwas „entschärft“ werden.

Das Ganze ist für mich äußerst spannend, zumal ich ja auch die meisten „Originale“ kenne und somit einen Vergleich habe, der mir zeigt, wo man ein Stück musikalisch hinbiegen kann, vor allem auch bei dem Standard „No greater Love“ aus den 40er Jahren. Für „Normal-Hörer“ (das ist jetzt nicht abwertend gemeint) ist das Album zumindest streckenweise schwierig. Aber wer sich bewußt mal mit dieser Art der Musik auseinandersetzen will, für den kann das ganz interessant sein, weil die Stücke doch sehr facettenreich sind. Für mich klar auf der genialen Seite!

Meine Wertung: 4

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