Wieder Zeit für einen Griechen…

Jetzt war schon länger nichts mehr aus Griechenland dran. Nun scheint gerade mal die Sonne, da fiel mir nichts Dümmeres ein, als eine Flasche

2014er Assyrtiko – Santorini PDO, Hatzidakis, Kyklades

aus dem Keller zu holen.

Der Assyrtiko stammt aus verschiedenen Lagen bzw. Orten (Pyrgos, Megalochori, Akrotiri and Vourvoulos), ist spontanvergoren, blieb 40 Tage auf der Hefe und wurde im Stahl ausgebaut.

Im Glas zeigt sich eine recht kräftige Farbe, das Gelb geht schon leicht ins ockerfarbene. Der Geruch offenbart einige Nüsse -am deutlichsten Macadamia- etwas Karamell und Süßkleehonig. Getragen wird das ganze von sehr reifen, fast kandierten, gelben Früchten wie Kakis und Marulas sowie Papayas. Am Gaumen zeigt sich der Assyrtiko leicht oxidativ und gerbstoffhaltig, weißer Pfeffer kitzelt die Zungenspitze, fruchtseitig eher herb-gelb, z.B. Maracuja, weiters Limetten und Pomeranzen sowie Pampelmuse (gelb und etwas bitter natürlich). Herbe und ganz leicht rauchige Mineralien, schöne ausgleichende, aber doch recht prägnante Säure. Ziemlich lang anhaltender Nachhall mit herb-fruchtiger Note.

Wie der -auch preislich- über diesem Wein stehende „Assyrtiko Mylos“ zeigt auch dieser Assyrtiko leicht in die orange Richtung, allerdings nur so moderat, daß auch „normale“ Weintrinker (wer oder was ist das eigentlich?) damit vielleicht noch was anfangen können, andererseits ist der Wein aber doch schon so speziell, daß zumindest mir nichts wirklich vergleichbares einfällt. Vielleicht die Weine von Claus Preisinger ein bißchen, das war’s dann aber auch schon. Ich finde das Zeug jedenfalls genial!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3

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