versteckte Kräfte

Heute war ich weintechnisch mal wieder in Sizilien unterwegs:

2014er Adènzia Bianco – Cuvée – Sicilia DOC, Cristo di Campobello, Sicilia

Der Adènzia Bianco ist eine Cuvée aus Grillo und Inzolia, also zwei in Süditalien bzw. sogar Sizilien autochtone Rebsorten. Eine rote Variante des Adènzia gibt es übrigens auch.

Im Glas zeigt sich der Wein mit einem recht hellen Strohgelb mit leichten grünlichen Reflexen. Die Nase bekommt gleich einen gut gefüllten Zitruskorb ab: Limette, Pampelmuse, Kumquat, leicht Zitronengras. Später auch noch etwas gelbe Pflaume. Am Gaumen leicht und fruchtig, dennoch nicht eintönig oder belanglos. Man findet hier ebenfalls die o.g. Zitrusfrüchte, daneben noch Karambole und noch nicht ganz reife Nektarine sowie ganz leicht Estragon. Mit der Pampelmuse kommt ein kleiner Bitterton mit, ein paar herbe Steinchen sind auch im Gepäck. Die Säure ist eher moderat, für die Frische sorgen in erster Linie die Zitrusaromen, schwerere gelbe Aromen gibt es kaum. Der Adènzia Bianco wirkt zwar leicht, aber er ist mit 13,5 PS schon recht gut bestückt, merkt man beim Trinken aber nicht weiter. Der Nachhall offeriert wiederum die oben angeführte Zitruspalette incl. Bitterchen für eine knappe Minute.

Das gestrige Wetter hätte für den Wein zwar besser gepaßt (also > 30 °C), aber egal. Jedenfalls ist das ein schöner Sommerwein, der seine Frische zu einem Gutteil aus der Aromatik zieht und trotz des eher hohen Alloholgehalts gefühlt kein Dickwein ist.

Meine Wertung: 2

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