Birds of Fire

Nochwas habe ich mir heute angehört. Nachdem ich vor ein paar Tagen schon mal was von John McLaughlin aus den Regalen gezogen habe, war heute mal eine LP dran, die aus der Frühzeit seiner eigenständigen Produktionen stammt:

Mahavishnu Orchestra – Birds of Fire

ist das 1973 erschienene zweite Album der von John McLaughlin gegründeten Gruppe mit dem indisch klingenden Namen. Der rührt daher, daß er ca. 1970 -wie das damals so Mode war- einem indischen Guru folgte (u.a. zusammen mit Carlos Santana) und diesen spirituellen Namen annahm. Die Musik der ersten beiden Alben hat allerdings vordergründig keine (zumindest für mich) erkennbaren Einflüsse aus dem indischen Musikraum, das war wohl auch nicht seine Intention. Allerdings stammt ein Text auf dem Cover von diesem Guru Sri Chinmoy. Geboten wird hier richtungsweisender Jazz-Rock bzw. Fusion, welcher mit sehr ausdifferenzierten Themen teils kraftvoll, teils fast konzertant dramatisch daher kommt. Mit Billy Cobham (dr), Jan Hammer (keyb), Rick Laird (e-b) und Jerry Goodman an der Violine als signifikant prägendes, weil für diese Richtung damals außergewöhnliches Musikinstrument, stellt das Album schon den Höhepunkt der Gruppe dar. Es heißt, daß die religiöse Ausrichtung McLaughlins 1973 zum Bruch der Originalbesetzung führte. Danach wurden mit neuen, wechselnden Besetzungen und zeitlichen Brüchen weitere Alben herausgebracht, aber den Erfolg der ersten beiden Alben konnte John McLaughlin nicht mehr wiederholen, obwohl meiner Meinung nach einige schöne Sachen dabei waren (siehe oben). Dieses Album ist für mich allerdings auch das Highlight der Gruppe.

Meine Wertung: 4

7 comments on “Birds of Fire

        • Das ist sicher richtig mit der Hörerfahrung. Nur, wer will heute diese Erfahrung noch machen? Das Gros der Leute ist mit dem zufrieden, was mehrheitlich über Funk und Fernsehen präsentiert wird bzw. was alle anderen so hören. Und da gehören McLaughlin und Co. einfach nicht dazu. Deshalb werden wir wohl eine sehr kleine Minderheit bleiben…

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          • Ja und nein. Im Radio wird John McLaughlin öfters gespielt, auch im Zusammenhang mit den vielen jungen Gitarristen, die jetzt die Jazzszene auf mischen. Ben Monder, Jakob Bro zB …. Siehe dazu auch justformusic.friendsofalan. de. Aber das alles hörst du natürlich nicht bei den vielen privaten Rundfunk Sendern

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            • Es ist schon richtig, daß es auch gute Musik (also was ich persönlich für gut halte) im Radio gibt, aber nach meiner persönlichen Wahrnehmung sind das leider nur Nischenprogramme, die nur eine klitzekleine Minderheit der Leute erreichen. Auch wenn ich keine belastbaren Mediadaten verfügbar habe, würde es mich schon stark wundern, wenn die potentiellen John McLaughlin & Co.-Hörer die 1 % Marke überschreiten würden…
              Dennoch: es lohnt sich, dafür beständig Werbung zu machen!

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