Weiss von Schwarz

Wenn man mit Nachnamen „Schwarz“ heißt, stehen die Türen für allerlei Wortspiele natürlich offen. Der

2013er Weiss von Schwarz – Spätburgunder – Blanc de Noir – trocken, Martin Schwarz, Sachsen

bietet sich da natürlich besonders an. Weiß gekelterter Spätburgunder läuft mir ja schon des öfteren über den Weg, aber einen, der im Barrique ausgebaut ist, hatte ich noch nicht im Glas, soweit ich mich erinnern kann. Aber in diesem Weingut werden ja einige Sachen ins kleine Holz gegeben, bei denen das ansonsten eher unüblich ist.

Im Glas zeigt sich ein warmes Strohgelb, das schon deutlich in Richtung Zwiebel / Apricot geht. In der Nase Flint und Rauch, die aber trotz einiger Intensität die fruchtige Seite in Form von Aprikose und Granatapfel nicht zu sehr überdecken. Am Gaumen leicht rauchige Maracuja, ebenfalls Granatapfel, weiße Johannisbeere, etwas Lakritz sowie Gummiabrieb. Mit der prägnanten, aber schön ausbalancierten Säure kommen auch ein paar frisch-herbe Zitrusaromen mit, Pampelmuse und Limette vor allem. Der Abgang hat eine schöne Länge und ist herb-fruchtig mit mineralischer Begleitung.

Der Holzeinsatz ist hier aus meiner Sicht schon wohldosiert, aber sicher nicht jedermanns Sache. Es finden sich doch ein paar Aromen, die ich in diesem Fall persönlich sehr schön und interessant -weil eigenständig- finde, aber mehrheitsfähig ist dieser Wein insbesondere wegen dem, was ich als Gummiabrieb beschrieben habe (auch wenn’s nicht wirklich viel ist) wahrscheinlich nicht. Macht aber nichts, bleibt mehr für mich…

Meine Wertung: 3

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s