…wieder mal Traisental…

Gestern haben wir nach einiger Zeit einen weiteren Wein aus dem Traisental probiert, das ja im Bewußtsein auch der interessierteren Weingenießer meist eher hinten an steht:

2011er Riesling – Berg – trocken – 1ÖTW – Traisental DAC Reserve, Markus Huber, Traisental

In der Nase gleich recht mineralisch, ein eigenständiges Bukett aus Feuerstein und trockenem Buchenholzstaub. Mit etwas Zeit können sich dann auch Fruchtaromen wie Orangenzesten und Mandarine durchsetzen. Am Gaumen trotz des Gehalts recht frisch wirkend, neben den o.g. Früchten findet man auch sehr reife Ananas und Holunder. Die mineralische Seite rangiert dabei etwas hinter der Frucht, versteckt sich aber nicht, sondern zeigt sich durchaus prägnant mit rotem Phosphor, Schreinerwerkstatt und etwas Sternanis. Schöne straffe, aber nicht nervige Säurestruktur, der Flutschfaktor ist trotz der 13,5 PS ziemlich hoch. Recht langer, dichter und animierender Nachhall mit ausgewogenem Verhältnis zwischen Frucht, Würze und Mineralik.

Dieser Riesling ist einer derer, bei denen man aufgrund der nicht alltäglichen Aromenstruktur eine reelle Chance hat, den Wein wiederzuerkennen. Ob es mir gelingen würde -vor allem mit einigem zeitlichen Abstand zwischen den Flaschen, wie das bei mir eher üblich ist- sei mal dahingestellt. Aber daß dieser Wein noch öfters in meinem Glas landen wird, ist sicher!

Meine Wertung: 3

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