12. Weinrunde in / um München

So, nunmehr ist das Dutzend bereits voll. Diesmal in kurzer Folge, weil der zeitliche Abstand zwischen „10“ und „11“ gar so lang war. Das Thema lautete wiederum sehr  einfach: „Rot aus aller Welt“.

Prolog:

Zu Beginn traditionell zum warmwerden zwei Einsteigerfläschchen außerhalb des Wettbewerbs, wobei das erste sich zumindest in der Farbe dem Thema schon gut annäherte:

Wein A: oJ 3B – Rosé – Cuvée – Extra Bruto – Beira Atlântico IGP, Filipa Pato, Beiras

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Dieser portugiesische Flaschengärer ist eine Cuvée aus 70 % Baga und 30 % Bical. Mit dem weiteren „B“ aus Bairrada erklärt sich dann der Name dieses Blubberwassers.

Hinsichtlich der Farbe ist „Rosé“ etwas untertrieben, der 3B ist schon sehr intensiv zwiebelfarben mit Tendenz zur Himbeere, fast etwas kitschig. In der Nase zeigen sich recht saftig Granatapfel, Amarenakirsche und etwas rote Johannisbeere, dabei leicht hefig. Am Gaumen ähnlich, sehr trocken wirkend, leicht gerbstoffig, feine Säurestruktur, die den trockenen Charakter gut stützt, dazu ein paar nasse, leicht bemooste Kiesel. Der Abgang war relativ lang, dabei fast steinig-karg, fruchtseitig ist er hauptsächlich auf ein Grapefruitaroma beschränkt.

Wer gerne sehr trocken-frische Brausen mag, dem sei dieser Portugiese wärmstens empfohlen, hat vor allem ein sehr gutes PLV!

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 17 von 25

Wein B: 2015er Scheurebe, Max Müller I, Franken

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Im Glas strohgelb, leicht graue Reflexe. Geruchlich zeigen sich grüne Äpfel, süße, mit Demerara-Zucker leicht bestreute Grapefruit, Jostabeere. Am Gaumen weiße Johannisbeere, süße Pampelmuse ohne Bitterchen, kleine Kiesel, etwas Restsüße, die aber perfekt eingebunden ist. Der Abgang ist ebenfalls von leichter Restsüße geprägt, dabei zeigt sich aber keine Spur von Klebrigkeit.

Schöner, unkomplizierter Zechwein, trotz der leichte Restsüße schön frisch-fruchtig und unkompliziert zu trinken.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25

Drama:

Nun die „Wettbewerbsweine“:

1. Wein: 2013er Frühburgunder – Randersacker Sonnenstuhl – Konsequent – trocken – Spätlese, Trockene Schmitts, Franken

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Im Glas ein recht helles Rubinrot mit hoher Transparenz. In der Nase recht intensiv fruchtig: ungekünstelte Himbeere, Herzkirsche, dazu dezente Holznoten. Am Gaumen wenige Tannine, vorwiegend hellere Kirschen, sehr schöne Säurestruktur, etwas Vanille im Hintergrund. Der Abgang ist von einiger Länge, dabei frisch-fruchtig, wobei auch hier das feine Süße-Säure-Spiel auffällt.

Eigentlich von den Zutaten her ein schöner, aber nicht wahnsinnig aufregender roter Burgunder. Herausstechendes Merkmal für mich ist das perfekte, klare Süße-Säure-Spiel, welches mich am Herkunftsland Deutschland zweifeln ließ. Wahrscheinlich ist der konsequent trockene Ausbau (0,1 g/l RZ) der Schlüssel zum Erfolg in diesem Fall, Fruchtsüße empfindet mein Gaumen einfach viel angenehmer als (freien) Restzucker, deshalb kommt auch die Beerensüße komplett anders ′rüber.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 17 von 25

Rev.1: Wenn man dem Frühburgunder noch ein bißchen Zeit im Keller läßt, dann dreht er deutlich auf, wie ich bei einer späteren Verkostung noch feststellen konnte!

2. Wein: 2004er [Cuvée] – St. Exupery – 3ème Grand Cru Classé – Margaux AOC, Chateau Malescot, Bordeaux

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Dieser Bordeaux ist laut Heimseite des Weinguts eine Cuvée aus 50 % Cabernet Sauvignon, 35 % Merlot, 10 % Cabernet Franc und 5 % Petit Verdot. Ob das in allen Jahren so ist, sei mal dahingestellt.

Die Farbe ist ein mittleres Granatrot mit ebenfalls mittlerer Transparenz, leichte Anzeichen beginnender Reifung. In der Nase reifere Kirschen, ein paar Waldfrüchte, dezenter Holzhintergrund in Form von Leder. Am Gaumen eine mittlere Tannindichte, die sich recht sanft verhalten, dabei leicht adstringierend. Relativ wenig Frucht erkennbar, das Holz zeigt sich hier in erster Linie in Form von 85er Schokolade. Ein paar herbe Steine gibt’s auch, schön vor allem der animierende Säurebogen. Der Abgang ist recht lang, bringt leicht Eisen zum Vorschein, dazu ein kleines Grapefruit-Bitterchen.

Die aromatischen Zutaten lesen sich zwar nicht so spektakulär, aber in der Gesamtheit ergeben sie einen sehr angenehmen und ausgewogenen Wein, der mit viel Spaß zu trinken ist. Darüber hinaus findet man aber -ungeachtet der Qualität- nichts wirklich herausragendes. Je nach Jahrgang kostet dieser Wein heute zwischen 50 und 100 Euronen pro Flasche, unser edler Spender hat ihn nach seiner Erinnerung noch für ca. 25 EUR erstanden, darauf bezieht sich auch die Nachkaufwertung. Dafür ist das echt ein schöner Wein, die heutigen Preise würde ich persönlich dafür nicht bezahlen wollen.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

3. Wein: 2000er Alfrocheiro – Dão DOC, Quinta dos Roques, Beiras

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Die Farbe ist ein dunkleres Granatrot mit mittlerer Transparenz. In der Nase etwas staubig, erdig, wenig rote Frucht. Im Laufe der Zeit zeigt sich deutlich eine rote Paprika. Am Gaumen samtige, erdige Tannine, etwas „gealterter“ Granatapfel, nicht ganz ausgereifte, recht frische Kirsche, dazu eine eigentlich recht schöne Säurestruktur. Der Abgang ist anfangs recht kurz, entwickelt sich aber mit der Zeit etwas, dabei fruchtig-mineralisch, wobei die mineralische Seite länger durchhält.

Insgesamt wirkt der Alfrocheiro etwas unaufgeräumt, einige oxidative Noten stehen neben anderen, eher jugendlich-frischen Aromen. Etwas zum Positiven hat er sich zwar über die Zeit entwickelt, aber ich glaube nicht, daß er auch mit ein bis zwei Tagen Luft nochmals deutlich zugelegt hätte. Ich hatte mir von dem Wein eigentlich etwas mehr versprochen, da z.B. der „Jaen“ aus dem gleichen Jahrgang vor gut einem Jahr deutlich mehr Freude machte. Wie er bei der letzten Verkostung vor bestimmt 5 bis 7 Jahren war, weiß ich leider nicht mehr, da ich damals nur unregelmäßig Aufzeichnungen dazu gemacht habe. Aber er war mir zumindest nicht in schlechter Erinnerung. Heute aber lediglich

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 14 von 25

4. Wein: 2009er [Cuvée] – Cabernet – Girapoggio – Colli Euganei DOC, Ca’Lustra, Veneto

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Hier haben wir eine Cabernet-Cuvée aus 60% Cabernet Sauvignon und 40% Cabernet Franc.

Dieser Wein ist dunkel rubinrot im Glas, mittelmäßig transparent. Geruchlich etwas staubig, leicht grünkräuterig, anfangs eher dünne Frucht, nimmt aber mit der Zeit zu. Am Gaumen auch Staub, ein paar Tannine, Eisen, fruchtseitig dunkle Kirsche und etwas Pflaume, weiters ein bißchen nasse Kellerwand. Die Säure ist eher mittelmäßig ausgeprägt. Der Abgang ist relativ lang, die Früchte verschwinden jedoch recht schnell und lassen einen kleinen Rumtopf übrig.

Hatte ich (wohl auch wegen dem Staub) eher für einen Chianti oder sowas gehalten. Ist eher unkompliziert, aber dennoch in sich stimmig, wenn auch auch ein bißchen rauhbeinig. Kann mit dem entsprechenden Essen dazu aber doch ganz gut laufen.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 16 von 25

5. Wein: 2011er [Cuvée] – Musso – Oliva – Veneto Rosso IGT, Contrà Soarda, Veneto

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„Olivia“ ist wohl der Name der abgebildeten Eseldame, jedenfalls findet sich diese Info im Netz. Ansonsten haben wir es hier mit einer Cuvée aus Carmenère, Marzemino und Pinot Nero zu tun.

Im Glas zeigt sich ein dunkles Rubinrot mit mittlerer Transparenz, in der Nase einiges an Schwarzkirsche und etwas Brombeere, dazu leicht Leder. Am Gaumen wenige Tannine, leicht bittere Säure (wobei diese Bitterkeit mit etwas Luft abnimmt), die Kirschen sind nicht ganz reif, aber frisch, dazu einige, allerdings undifferenzierte Holznoten. Der Abgang ist mittellang, die Frucht ist dabei etwas eindimensional und weicht recht schnell einem herb-metallischen Finale.

Auch wenn der Musso mit der Zeit etwas gewinnt, behält er doch einige Ecken und Kanten, die zumindest mir den Spaß ein bißchen eintrüben. Ob diese etwas ungewöhnliche Cuvée mit ein paar Jahren Lagerung noch deutlich gewinnen kann, wage ich aber nicht vorherzusagen.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 13 von 25

6. Wein: 2009er Kuntra & Karalahna – Rarum – Bozcaada, Corvus, Çanakkale

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Irgendwann in meinem Leben habe ich schon mal türkischen Wein getrunken, ich weiß aber nicht mehr, was es war. Jedenfalls hat das keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Jetzt nach langer Zeit also mal wieder was aus diesem weinbautechnisch eher unbekannten Land. Der Wein stammt von der Insel Bozcaada im Nordwesten der Türkei bzw. im Thrakischen Meer. Die verwendeten Rebsorten Kuntra & Karalahna sind autochtone Sorten in der Türkei, wobei Kuntra ein Synonym für Karasakiz ist (was angeblich „schwarzer Kaugummi“ heißen soll) und Karalahna soll wiederum übersetzt „schwarzer Kürbis“ heißen. Also Hauptsache schwarz.

Die Farbe ist dann aber eher ein mittleres Granatrot mit einiger Transparenz. Das Bukett ist erstmal recht verhalten, zeigt nur wenig Frucht, eher Rumtopf und etwas Minze. Geschmacklich wenige Tannine, süßliche Frucht in Richtung Kirsche und Heidelbeere, einige Zitrusnoten, wiederum auf der süßlichen Seite angesiedelt, dahinter eine recht herb-metallische Note gepaart mit einer nur mittelmäßig ausgeprägten Säurestruktur. Der Abgang ist ebenfalls auf der süßlichen Seite unterwegs und von mittlerer Länge.

Das war nun definitiv von allem zu wenig bzw. von ein paar Sachen zu viel, um mir auch nur ansatzweise Spaß zu machen.

Meine Wertung: Nachkauf 0 von 3, Gesamt 8 von 25

7. Wein: 2006er Cabernet Franc – Binyamina – Cuvée, Margalit, Shomron

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Noch ein eher selten vertretenes Land, einen Wein aus Israel habe ich definitiv noch nie getrunken. Jedenfalls nicht bewußt. Der Wein stammt aus einer Küstenregion südlich von Haifa. Trotz der Namensgebung ist dieser Wein eine Cuvée aus Cabernet Franc mit 5 % Cabernet Sauvignon-Anteil.

Die Farbe ist hier ein dichtes Granatrot mit mittlerer Transparenz. Geruchlich vorneweg Schattenmorellen, leicht Pflaume, dazu etwas Kakao und Vanille. Am Gaumen recht deutlich Florines (gegrillte rote, leicht süßliche Paprika), leichte Capsaicin-Schärfe, Thymian, weiters Pflaumen und Kirschen. Deutlich tanninhaltig, die Gerbstoffe kommen aber recht weich daher. Die Säure ist eher unauffällig, dafür sehr effektiv und hält alle Bestandteile schön zusammen. Das Holz ist hier etwas prägnanter als in der Nase, ist aber immer noch wohldosiert. Der Abgang ist sehr lang, weiche und runde, aber dennoch dichte Frucht, das Holz hier wieder etwas mehr im Hintergrund ohne an Prägnanz zu verlieren.

Ein für mich sehr überraschender, in sich ausgewogener, aber trotzdem markanter CF, bei dem der Winzer offensichtlich alles richtig gemacht hat. Insbesondere gefällt mir die Paprikanote, die keinerlei grüne Anteile hat. Bis dato übrigens nur dezent angereift, da kann noch einiges passieren. Der schönste Wein des Abends für mich!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

Epilog:

Das war’s soweit für’s Hauptprogramm, jetzt noch ein paar „Rausschmeißer“:

Wein C: 2012er Syrah – Kloof Street, Mullineux, Swartland

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Im Glas Rubinrot, recht transparent. Das Bukett zeigt eine scharfe dunkle Frucht, leicht Paprika, wenig Holz, etwas Teer dabei. Am Gaumen Schattenmorelle, etwas Pampelmuse incl. Bitterchen, einige herbe Steine, die Säurestruktur ist eher unauffällig. Der Abgang ist bei mittlerer Länge herb-fruchtig.

Soweit ein ganz netter roter Schmeichler ohne Ecken und Kanten, den ich ganz gut wegtrinken kann, wenn er nicht solo daherkommt. Hat aber keinen Nachkaufreflex bei mir ausgelöst.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 13 von 25

Wein D: 2012er Grüner Veltliner – Brunnthal – trocken – 1ÖTW, Leth, Wagram

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Die Farbe ist ein helleres Strohgelb mit leichtem Kupferstich, in der Nase recht feuersteinig plus Bariumchlorid, dahinter eine leicht gereifte Fruchtnote, insgesamt hier recht frisch wirkend. Am Gaumen etwas exotisch mit Papaya, Netzmelone und Rambutan, die Säure ist leider etwas verhalten ausgeprägt, dadurch gleitet der GV von der der Nase angekündigten Frische arg ins Cremige ab. Im Hintergrund noch ein paar leicht herbe Steine. Der Abgang ist mittellang, wieder wenig frisch, wirkt insgesamt ein bißchen anstrengend auf mich.

Nichts gegen cremige Weine, wenn diese eine entsprechend dichte Aromenstruktur mitbringen. Hier ist jedoch zuwenig Extrakt vorhanden, um der cremigen Struktur eine entsprechende Spannung zu verleihen. So geht die Trinkanimation leider weitgehend verloren. Ist vielleicht auch jahrgangsspezifisch, aber im Wagram habe ich das schon mehrfach festgestellt, daß die -in meinen Augen- bei einem solchen GV notwendige Säure etwas zu kurz kommt.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 13 von 25

Wein E: 2015er Grüner Veltliner – Pfarrweingarten – trocken – Kremstal DAC, Josef Schmid, Kremstal

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Noch ein GV! Hier auch ein helleres Strohgelb mit dem leichtem Kupferstich, in der Nase vorwiegend exotische Frucht wie Melone, Kaktusfeige und Papaya. Am Gaumen die gleichen Früchte, vielleicht noch etwas Lychee, dabei leicht prickelig. Wiederum recht wenig Säure, dadurch erneut cremig und leicht seifig-steinig. Der Abgang ist mittellang, wieder fern der Frische mit Melonentouch.

Eigentlich recht ähnlich zum GV aus dem Wagram, nur daß der wenigstens der Nase was Schönes geboten hat. Deshalb fällt dieser Wein zusätzlich etwas ab:

Meine Wertung: Nachkauf 0 von 3, Gesamt 10 von 25

Fazit:

Es gab zwei recht schöne Weine, die in der gesamten Runde an der Spitze gesehen wurden, nur die Plätze 1 und 2 wurden von einzelnen Teilnehmern unterschiedlich vergeben. Meinen eigenen Wein fand ich etwas enttäuschend, die Mehrzahl war diesmal gutes Mittelmaß. Da hatten wir diesbezüglich schon bessere Runden, aber dem Spaß an sich hat das -zumindest für meinen Teil- keinen Abbruch getan. Mit meinen Tipps lag ich diesmal gefühlt nicht so gut wie sonst, aber wenigstens habe ich ein bißchen was dazugelernt.

Vielen Dank nochmals an Andreas, der uns wieder mal ein schönes und lockeres Umfeld incl. der kulinarischen Kleinigkeiten bereitet hat! Mal sehen, was Runde 13 bringen wird…

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12 comments on “12. Weinrunde in / um München

  1. Hi Erich,
    wie immer ein schöner Bericht von einer spanenden Runde mit teilweise ziemlich außergewöhnlichen Roten. Das der Margalit so gut angekommen ist, freut mich – habe mir kürzlich bei Lobenberger 3 Flaschen 2008 Margalit CS zum Resterampepreis gekauft – auf gut Glück. Das wird dann auch für mich der erste Wein aus Israel sein. Nach Deiner Beschreibung des CF hoffe ich jetzt auf ein positives Erlebnis 🙂
    Schönen Sonntag und vG
    Patrik

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    • Hallo Patrik,
      ich war recht positiv angetan, zumal ich CF generell auch recht gerne mag, insbesondere wenn er (fast) reinsortig daherkommt. Die Bedingungen für Cabernets scheinen in der Ecke recht gut zu sein, angeblich gibt’s da mit „grünen“ Weinen relativ wenige Probleme.
      Dann wünsche ich dir mal viel Freude mit deinen Israelis!
      Fine (rest)-weekend
      Erich

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      • Mal sehn, bei mir ist es ja nur der CS und nicht der CF….
        Neben Pinot Noir und recht weit vor Spätburgunder 😉 ist Cabernet Franc auch die rote Rebsorte, die mir oft besonders gut gefällt.
        Sofern Du mal wieder was bei Master HT bestellst, könntest Du mal eine Flasche CF von Pearl Morissette mitbestellen. Ist wirklich ein sehr schöner CF und interessanter als einiges was ich von der Loire kenne (obwohl mit den besten CF’s von der Loire dann doch nicht mitkommt).

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          • Das kenn ich leider nur zu gut…. sag dann meiner besseren Hälfte immer, dass wir mehr trinken müssten…. wobei sie der Meinung ist, dass ich weniger kaufen soll….verzwickt 🙂

            Welcher CF (neben dem hier beschriebenen) hat Dir in letzter Zeit gut gefallen?

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            • Da mein Konsum an Roten ja nicht soo groß ist, waren in der letzten Zeit auch nicht so viele CF’s in meinen Gläsern. Der beste war in den letzten zwei Jahren wohl der „Domkapitel“ von Christian Tschida. Wobei ich gar nicht so genau weiß, ob der nun reinsortig oder ein Verschnitt mit Zweigelt ist. Auf der Flasche steht’s nicht drauf und im Netz findet man die unterschiedlichsten Angaben dazu. Und da bei Tschida sowieso grundsätzlich alles immer ganz anders ist, gebe ich da auch keinen Tipp ab…

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            • Von Tschida kenne ich nur den Kapitel I – das ist kein reiner CF. Insgesamt ein ganz netter Wein aber auch nicht so besonders. Ich schätze der Domkapitel ist da deutlich drüber.

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            • Der Kapitel I ist (anscheinend) immer eine Cuvée aus Zweigelt und CF, wobei der Zweigelt die Hauptsorte ist. Wie du sagst: ganz nett soweit. Der Domkapitel ist da tatsächlich weit drüber, ist bezüglich der aromatischen Dichte (bei ca. 12 Umdrehungen), Aromenvielfalt, Tanninstruktur und Eigenständigkeit schon was recht feines. Kostet aber auch das Doppelte im Vergleich zum Kapitel I. Übrigens: der Himmel auf Erden – Rosé ist auch ein reiner CF, steht sogar drauf. Sehr ungewöhnlicher Rosé, fängt bei der Farbe schon an…

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  2. Mit 2015er Veltlinern aus dem Kremstal habe ich zuletzt ähnliche Erfahrungen gemacht. Gerade vorgestern beim GV Alte Reben 2015 von Nigl: im Mund viel Schmelz, extraktsüss, leider zu wenig Säure, um den Schmelz und den Extrakt in Schach zu halten; daher eher unausgewogen.

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    • Ich habe selbst relativ wenige 2015er aus Österreich gekauft; viele, die ich vor Ort oder im Handel bzw. auf Messen probiert habe, gingen in diese Richtung. Ich habe auch relativ wenige Vergleichsmöglichkeiten zwischen 2015 und anderen Jahrgängen in A. Allgemein schöner mit dem Jahrgang umgegangen sind aus meiner Sicht z.B. die Steirer (sehr schön: Lackner-Tinnacher). Dagegen haben auch renommierte Häuser wie der Tegernseerhof den ein oder anderen 2015er mit einem unbefriedigenden Süße-Säure-Spiel ‚rausgehauen, ich habe im Dezember z.B. zwei Federspiele probiert, die ich dann deswegen nicht gekauft habe; ansonsten ist das Haus eigentlich eine „sichere Bank“.

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      • Vom Tegernseer Hof habe ich mir blind den Riesling Loibenberg Smaragd 2015 gekauft – mal schauen, ob es sich gelohnt hat.

        Gut gefallen haben mir die 2015er Veltliner von Proidl aus dem hinteren Kremstal und die Rieslinge von Thiery-Weber (dort gibt es übrigens auch sehr gute Rotweine).

        Aus der Südsteiermark habe ich aus 2015 noch Weißburgunder von Potzinger im Keller – leider aber noch nicht verkostet. Lackner-Tinnacher gilt ja allgemein als sehr sichere Bank. Bislang habe ich mit diesem Erzeuger aber selbst noch keine Erfahrungen gesammelt.

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        • Der Tegernseerhof ist mit 2015 bei mir nur mit GV’s vertreten, der Smaragd vom Schütt und der Qw Superin, dieser ist in dem Jahrgang kein Federspiel, weil der Alloholgehalt mit 13 Umdrehungen zu hoch ist. Kam bei der Verkostung bei einem meiner Händler aber dennoch sehr gut ‚rüber. Thiery-Weber ist einfach Klasse, habe aber keine Weine aus den aktuellen Jahrgängen, muß ich im Laufe des Jahres mal wieder was ordern. Von dem Weingut habe ich schon einiges vorgestellt (Tag Thiery-Weber). Auch die eigenen Weine des Kellermeisters Artur Toifl sind absolute Oberliga. Von L-T hatte ich noch nichts Schlechtes im Glas, da ist meiner Meinung nach nur das PLV an der Basis nicht ganz so gut, deshalb steige ich da in der Regel erst ab der zweiten Ebene ein. Von Ausnahmen mal abgesehen. Gibt auch einen sehr schönen Welschriesling da, die Sorte ist ja sonst recht verschrieen. Die anderen beiden Erzeuger kenne ich wiederum noch nicht. Kommt vielleicht auch noch…

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