Eisiger Riesling

Den heutigen Wein habe ich schon mal in der Variante aus einem sehr verschrieenen Jahr und mit damals noch anderem Etikett vorgestellt. Heute nun was jüngeres:

2013er Riesling – Eisbach – trocken – Qw, BattenfeldSpanier, Rheinhessen

Die Farbe ist ein Goldgelb mit leichtem Braunstich. Geruchlich anfangs etwas verhalten, nach ein paar Minuten dann eine recht intensive mineralische Nase; zwar dominiert durch Feuerstein bzw. roten Phosphor, aber eben nicht nur. Eine nasse Terrasse mit verschiedenen steinigen Aromen, von herb bis leicht seifig, ist ebenfalls dabei. Fruchtige Anteile kann man hier hinter der dominierenden Mineralik allenfalls erahnen. Am Gaumen findet man da schon mehr davon: Pampelmuse, Limette, Karambole. Aber die Steine sind auch hier sehr präsent, wobei beide Seiten sich in etwa auf Augenhöhe bewegen. Die Säure ist recht markant, dabei harmoniert sie aber sehr gut mit dem Extrakt und verleiht dem „Eisbach“ eine schöne Frische ohne auch nur im Ansatz zu Schüttelreflexen zu führen. Der Abgang hält lange durch, betont anfangs die Zitrusseite und geht dann langsam in ein mineralisches Finale über.

Ein sprichwörtlicher Steinwein, der diesbezüglich sehr vielschichtig und ausdifferenziert ist. Auch wenn die Früchte insgesamt „nur“ die zweite Geige spielen, spielen sie dennoch sehr schön mit. Nach meiner Erinnerung deutlich mineralischer als die 2010er Variante, möglicherweise eine logische Konsequenz aufgrund der recht klaren Ausrichtung des Gutes zu mineralisch geprägten Weinen hin.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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