Einer von vielen… – Relaunch

Aktuell ist es bei mir etwas hellburgunderlastig, was einfach den Anlässen geschuldet ist. Es kommen aber auch wieder andere Sachen dran! Heute aber mal wieder was, was ich vor knapp zwei Jahren mal als zwar ganz gut, aber dann doch recht wenig herausragend eingestuft habe:

2013er Pinot Grigio – Castel Ringberg – Alto Adige DOC, Elena Walch, Südtirol

Mal sehen, ob das mittlerweile etwas anders ist:

Das Goldgelb im Glas ist schon einigermaßen kräftig, leichte Reifeansätze könnte man daraus schon ableiten. In der Nase findet sich einiges an gelbem Kernobst wie Quitte und mürber Apfel, dazu eine leichte, aber wenig differenzierbare Mineralik. Am Gaumen ist die Frucht schön dicht und weich zugleich, hier macht sich etwas Braunwürze in Form von Sternanis und wenig Zimt bemerkbar, vielleicht auch etwas in Richtung Oregano bzw. Thymian. Die Säure ist ordentlich ausgeprägt, bringt etwas Zitrone mit und hält den GB konsequent auf der frischen Seite; Cremigkeit gibt’s hier zwar auch, aber nur im Ansatz. Der Abgang ist von schöner Länge und bietet eine schöne Balance zwischen der Frucht und der kräuterig-würzigen Seite.

Wenn ich mir meine vorhergehende Beschreibung ansehe, dann hat sich der GB schon deutlich zur interessanteren Seite hin entwickelt, vor allem, wenn man ihm wenigstens 15 Minuten Luft gibt. Alle Aromenbestandteile ergänzen sich sehr schön und verdecken sich nicht gegenseitig, trotz der Zunahme an Intensität („fein“ würde ich jetzt nicht mehr verwenden) hat der Frischeeindruck nicht gelitten.

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 18/25

Nachfolgend noch der Text der Verkostung vom 17.05.2015:

Gestern gab’s mal wieder einen Wein von Elena Walch -die ja eher für ihre Gewürztraminer bekannt ist- und zwar den

2013er Pinot Grigio – Castel Ringberg – Alto Adige DOC, Elena Walch, Südtirol

Dieser Grauburgunder wird zu 15 % in Barriques ausgebaut. Also ein sehr dezenter Holzeinsatz. Was bringt das?

In der Farbe erst mal nichts auffälliges, eine typische strohgelbe Farbe für einen Grauburgunder, der nicht lange oder gar nicht mit den Schalen vergoren wurde. In der Nase Frucht- und etwas Würzaromatik, das Holz eher unauffällig. Am Gaumen zeigen sich reife Äpfel und Birnen, ein paar kräuterige und florale Noten. Sehr trocken, vergleichsweise wenig Säure (was aber zum GB paßt), im Zusammenspiel mit der vorhandenen Mineralik ein durchaus feiner und eleganter Wein.

Schön gemacht, aber doch eher unauffällig und mit wenig Eigenständigkeit, mehr einer von vielen, wenn auch von vielen Guten.

Der Wein ist durchaus seinen Preis von ca. 15 Euronen wert, allerdings bekommt man in Südtirol für diesen Preis auch Fläschchen mit deutlich größerem Wow-Faktor. Deshalb:

Meine Wertung: 1

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