Etwas edlerer Gavi

Gavi habe ich längere Zeit eigentlich nur als eher einfachen Weißwein aus dem Piemont erlebt, wahrscheinlich geht es dem ein oder anderen auch so. Gibt’s aber natürlich auch in anderen Qualitäten als den für 2,99 Euronen aus dem Supermarkt:

2014er Cortese – Il Mandorlo – Gavi Tassarolo D.O.C.G., San Pietro, Piemonte

Im Glas ein eher helles Strohgelb mit kleinen Bläschen, das Bukett zeigt einige säurereduzierte Zitrusfrüchte auf großer nasser Terrasse, ein paar herbe Kräuterchen gibt’s auch. Am Gaumen zeigt sich die Fruchtseite (Zitrus, Sternfrucht, etwas Nektarine) wie mit etwas Zement bestäubt, dazu ein bißchen Keller mit Moosbesatz. Das Frucht-Mineralik-Verhältnis verschiebt sich allerdings mit etwas Luft signifikant zur gelbfruchtigen Seite. Die Säure ist präsent und moderiert den Extrakt recht schön, der aber vor allem beim nicht ganz kurzen Abgang auftrumpft. Hier zeigen sich dann auch erstmals deutliche braunwürzige Noten.

Dieser Gavi ist nun gar kein Schmeichler, kein unkomplizierter Zechwein, die beschriebene, etwas schmutzig anmutende Mineralik mit leicht herbem Unterton muß man schon mögen.  Wenn man sich aber drauf einlassen mag, kann dieser doch recht eigenständige Saft durchaus Spaß machen. Reicht bei mir aber dennoch nicht ganz zur Nachkaufwürdigkeit.

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 15 von 25

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