Nicht mehr ganz aktueller Kress-Rosé – Relaunch

Gestern mal wieder was, was eigentlich für den schnellen Genuß im Sommer gedacht ist bzw. war. Gut, Sommer ist es offiziell noch nicht, aber es war im Garten doch sehr weit über das Frühlingshafte hinaus. Paßt da was, das nicht mehr so ganz taufrisch ist? Vor allem, wenn es sich um einen Rosé handelt? Mal sehen:

2014er [Spätburgunder] – Roséwein – trocken – Qw, Kress, Bodensee

Die Farbe hat sich mittlerweile zu einem lebhaften Kupfer entwickelt. In der Nase zeigen sich rote -frische- Pflaumen, Granatapfel und ein bißchen Johannisbeere sowie eine klitzekleine und nicht brandig wirkende Cointreau-Note. Am Gaumen wiederholt sich der fruchtseitige Eindruck, ergänzt um eine kleine Zitrone plus „Johannisbeersäure“, weiters ganz leicht Braunwürze und ein paar herbe Steinchen. Ordentlich langer braun-rotfruchtiger Abgang mit leicht herber Minerali.

Trotz der für einen Rosé etwas reiferen Fruchtnoten hat der Wein an Frische nichts eingebüßt und zeigt keinerlei Schwächen. Wenn sich nur alle Rosés so schön entwickeln würden…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 17 von 25

Nachfolgend noch der Text der Verkostung vom 20. September 2015:

Nachdem die Jahrgänge 2012 und 2013 des Rosés vom Seegut Kress bereits immer wieder sehr sehr gerne und nicht selten geöffnet wurden, haben wir nun erstmals den aktuellen

2014er [Spätburgunder] – Roséwein – trocken – Qw, Kress, Bodensee

probiert. Ob der Wein sich wieder so schön präsentiert?

Zum 2012er hatte ich geschrieben:

Im Glas ein schönes lachsfarbenes Rosa mit Einschlägen ins Orange. In der Nase nun gar keine Erdbeere, sondern Pfirsich, Aprikose und Mirabelle. Am Gaumen dann zusätzlich noch Mandarine und Johannisbeere. Die Säure sehr geschmeidig, fast cremig. Ziemlich extraktreich, trotzdem nicht schwer, die 12,5 PS sind kaum spürbar. Dafür aber eine gewisse Salzigkeit, die vor Allem den Abgang bestimmt.

Das kann man für den 2014er fast wiederholen, die Abweichungen sind wie folgt: In der Nase auch etwas Erdbeere (verschwindet vielleicht mit der Reife), am Gaumen allerdings fast nicht. (Noch) nicht so cremig wie der 2012er, eher noch etwas auf der frischeren, fast ungestümen, aber keineswegs unangenehmen Seite. Der Abgang transportiert neben den Salzen auch die säuerlichen Aromen wie die Johannisbeere, aber auch ganz leicht Limette.

Der Wein ist dem 2012er deutlich ähnlicher als dem 2013er, den ich ja ein klein bißchen hintenan gestellt hatte. Ich bin gespannt, wie sich dieser Jahrgang weiter entwickelt!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s