Königs-Rosé – Relaunch

Immer noch ziemlich warm draußen. Und drinnen auch. Da habe ich mir heute mal wieder ein Roséchen eingebildet:

2012er Königsklasse – Rosé – trocken – Cuvée – Qw, BattenfeldSpanier, Rheinhessen

Die letzte Flasche ist vor gut zwei Jahren geöffnet worden, diese hier ist nun immerhin schon 5 Jahre alt; ich denke, einen so alten Rosé habe ich bis jetzt auch im Rahmen meiner Rosé-Alterungsexperimente noch nicht im Glas gehabt. Ob der noch was ist?

Die Farbe ist mittlerweile eher zwischen Zwiebel und Kupfer angelangt, geruchlich zeigen sich recht dicht rote Früchte wie Granatapfel, sehr reife Jostabeere sowie deutlich Braunwürze in Form von Lakritz und Anis. Geschmacklich erweitert sich der Fruchtkorb noch um Johannisbeeren, hier ist auch eine erweiterte Mineralik in Form von Rauch, etwas Teer und ordentlich Gesteinsmehl vorhanden. Mit etwas Luft kommen dann wieder ein paar Bitterorangen. Die Säure verrichtet ihren Dienst immer noch vorbildlich und hält den Trinkfluß (wie mißt man den eigentlich? In Schluck / Stunde?) recht hoch. Der Abgang ist von schöner Länge, präsentiert nach einiger Zeit vor allem die herbe Blutorange sehr schön und entwickelt sich dann recht satt zur mineralischen Seite hin.

Am absteigenden Ast ist dieser Rosé meiner Meinung nach noch nicht, allerdings ist er mit der durchaus fordernden Mineralik nun nicht mehr unbedingt jedermanns Sache. Mir machen solche steinig-rauchigen Sachen allerdings viel Spaß und ich freue mich jetzt einfach, daß sich dieser Rosé so schön entwickelt hat!

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 18/25

Nachfolgend noch der Text der Verkostung vom 13. August 2015:

Gestern Abend war’s mal wieder sehr sehr warm, deshalb habe ich zur Brotzeit im Garten den

2012er Königsklasse – Rosé – trocken – Cuvée – Qw, BattenfeldSpanier, Rheinhessen

aus dem Regal gezogen.

Der Rosé „Königsklasse“ ist einer der Weine des Weinguts, die anscheinend exclusiv über die Metro in den Wein-Humidors angeboten werden, weshalb ich ihn entgegen meiner sonstigen Gewohnheit auch da gekauft habe. Er wird im Saignée-Verfahren aus den Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon gekeltert.

Im Glas lachsrosa mit leichten Kupfertönen. In der Nase kein Rosé-Bonbon-Geruch, sondern schöne Fruchtaromen nach Zwetschgen, Granatapfel und Johannisbeere sowie ein paar nasse Steine. Anfangs durchaus auch ein bißchen feuchter Keller bzw. Blumentopf, verzieht sich aber mit der Zeit. Am Gaumen dann eine ähnliche Fruchtaromatik, ergänzt durch Blutorange mit ganz leichtem Bitterton sowie frische Äpfel. Auch hier eine recht intensive Mineralik, ein bißchen wie frisch gewässerte Steinplatten im Freibad. Elegante Säure, die den 12,5 PS schön frisch entgegensteuert. Der Abgang hält einige Minuten die Blutorange mit ein paar Kieseln parat.

Schöner Rosé, der sich mit seiner doch etwas spezielleren Fruchtaromatik recht eigenständig darstellt.

Meine Wertung: 2

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s