Mandarinenkonzentrat

Gestern gab’s zur Nachspeise dann wieder eins der kleinen Fläschchen:

2012er Riesling – Iphöfer Julius-Echter-Berg – Beerenauslese – Pw, Wirsching, Franken

Im Glas ein kerniges Honiggelb. Für die Nase gibt’s vorndran intensivst Mandarinen, wobei ich mich bei Auslesen wie diesen immer frage, wie man das hinbekommt, daß die Frucht trotz dieser immensen Konzentration nicht plakativ, übertrieben und / oder anstrengend, also einfach „too much“ wirkt. Jedenfalls findet man neben den gefühlt 2 Kilo Mandarinen z.B. noch Pampelmusenzesten sowie Noten von Himbeerhonig. Geschmacklich ebenfalls konzentriert Zitrus, die Mandarinen sind hier aber nicht so dominant, dafür kommen Ugli, Rosinen, Zuckerrohr und Kumquat mehr zur Geltung. Honigmäßig hier eher einer von der Erika. Hinter all dieser Frucht spielt aber auch eine gewisse Kräuterigkeit incl. Minze eine Rolle, Steine der leicht herben Art findet man auch, aber nur, wenn man dezidiert danach sucht. Zum Süße-Säure-Spiel kann ich eigentlich nur sagen, daß zur Perfektion allenfalls noch Nuancen fehlen. Vom Nachhall hat man fast 10 Minuten lang was, hier hält sich die Zitrusseite gegenüber dem Rest etwas zurück, der Zucker zeigt sich auch hier von seiner höchst geschmeidigen Seite.

Wieder mal eine dieser Auslesen, die durch eine einfach geniale Zusammenarbeit von Zucker und Säure begeistert. Trotz der höheren Viskosität, die sich schon beim Einschenken bemerkbar macht, flutscht das süße Zeug sehr gut und der ewig lange Abgang trägt ebenfalls wesentlich zur Begeisterung bei. So, genug geschwelgt…

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

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