Nicht auf’s Etikett schauen…

…darf man bei diesem etwas älteren Exemplar der Klausener Genossen:

2010er Kerner – Aristos – Südtirol Eisacktaler DOC, Eisacktaler Kellerei, Südtirol

Man soll ja nicht vom Äußeren auf’s Innere schließen, aber wirklich einladend finde ich dieses Design nicht. Zum Glück haben die Eisacktaler ihre Flaschen mittlerweile etwas aufgepeppt. Aber nun zum Inhalt:

Im Glas ein mittleres Goldgelb, welches etwas in Richtung Messing schielt. Für die Nase gibt’s nach etwas Anlaufzeit vornehmlich exotische Früchte wie Guave, Pitahaya und gelbe Kaktusfeige, die allesamt durchaus reif, aber nicht übermäßig dicht wirken. Am Gaumen wirken diese Früchte leicht cremig, die Säure ist zwar nicht hochkonzentriert, arbeitet aber durchaus effektiv und sorgt für eine niedrige Viskosität. Anfangs wirken deutlich verbranntes Plastik und Gulasch etwas abschreckend, mit etwas Luft verschwinden diese Störenfriede jedoch fast vollständig, sodaß nur noch eine interessante Kante übrig bleibt. Der Abgang ist herb-fruchtig, dazu wieder die leicht angebrannte Mineralik und ein Chinin-Bitterchen beim Finale.

Kein alltäglicher Kerner, auch kein „Pleaser“, die Aromatik ist schon ein bißchen eigen und anfangs fast etwas abschreckend. Dann aber macht dieser „Aristos“ einigen Spaß, wenn man geschmacklich nicht zu eingefahrenen ist.

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 18/25

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