Sächsisches Kapitel

Zum Abschluß des kulinarischen Weihnachtsmarathons habe ich heute mal wieder was aus den neuen Bundesländern aus dem Regal gezogen:

2015er Riesling – Meissener Kapitelberg – trocken – Qw, Martin Schwarz, Sachsen

Ein zwar sattes, aber doch leicht grünstichiges Goldgelb zeigt sich im Glas, geruchlich zeigen sich sehr reife Karambole, gelbe Kaktusfeige und reifere Zanzibar-Ananas, leichte Hinweise auf etwas Restsüße gibt es hier schon. Geschmacklich kommen noch leicht Limetten- und Zitronenaromen dazu, entfernt auch etwas Salbei und Minze, der leichten Restsüße steht eine schön ausgewogene Säure gegenüber; dazu gibt es ein Bett aus leicht herb-süßlichen Steinen, was eigentlich Unsinn ist, aber irgendwie wirkt es so. Der Nachhall hallt ganz schön, hier wirkt der Riesling am frischesten, auch wenn er die leichte Rest- bzw. Extraktsüße hier ebenfalls nicht verbirgt.

Im Gegensatz zum Riesling aus der Lage „Friedstein„, den wir im Rahmen einer Schwarz-Horizontale vor ziemlich genau einem Jahr mal probiert haben (war damals vielleicht auch einfach zu jung?), ist dieser Wein in keinster Weise anstrengend, das Süße-Säure-Spiel ist hier sehr schön geglückt. Eine gewisse Eigenständigkeit kann man dem „Kapitelberg“ schon zuschreiben, allerdings ist der Wein absolut kein Schnäppchen. Und da die Konkurrenz in Riesling-Deutschland ja doch recht groß, gut und vielschichtig ist, werde ich hier vorläufig eher nicht zum Wiederholungstäter.

Meine Wertung: Nachkauf 1/3, Gesamt 19/25

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