Grappa von der Bergstraße

Schnäpschen gibt’s bei mir ja eher selten; manche Flaschen stehen schon seit über zwanzig Jahren bei mir ’rum und leeren sich nur sehr langsam. Dementsprechend selten sind auch die Neuzugänge im „Spritschrank“, aber aktuell hat folgendes Fläschchen in meine kleine Sammlung der Hochprozenter gefunden:

Trester vom Spätburgunder, Seeger, Leimen

Ein dunkles Bernstein zeigt sich im Gläschen, die Nase bekommt recht viele, sehr warm wirkende Aromen wie Dörrpflaumen, etwas Kirschkompott, leicht Kakao und Karamell ab, ein bißchen Buchenholz sowie „gesunde“ Kräuter spielen auch mit. Am Gaumen zeigt sich der Brand mit deutlich mehr Dampf, die Aromatik ist hier nicht ganz so differenziert. Beim Abgang macht sich eine durchaus angenehme Wärme bemerkbar, die sich über die gesamte Speiseröhre ausbreitet; die Frucht kommt hier nochmal gut, aber doch etwas kantig zur Geltung.

Dieser deutsche Grappa macht insbesondere in der Nase eine sehr gute Figur, am Gaumen ist er mir solo jedoch etwas zu scharf. Aber in Kombination mit etwas dunkler Schokolade (Testobjekt: 56er Schokolade mit geschroteten Kakaobohnen von Leysieffer) macht das dann wieder einigen Spaß, hier ergänzen sich die Tresterschärfe und die noch vorhandene Schokoladencremigkeit sehr gut.

Meine Wertung: Nachkauf 2/3

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