…auf dem Weg zur 1000… – Relaunch

Die „1000“ habe ich mittlerweile klar überschritten, aber es gibt ja zum Glück genügend andere Anlässe, Fläschchen vom Kaliber eines

2008er Blanc de Blancs – Chouilly – Grand Cru – Brut – Chardonnay – Champagne AOC, AR Lenoble, Champagne

aus dem Keller zu holen. Nach ziemlich genau einem Jahr gab’s nun also letzten Samstach wieder so ein Blubberwässerchen. Die Beschreibung hat allerdings ein paar Tage gedauert, weil’s mich zwischenzeitlich erkältungsmäßig einigermaßen derbreselt hat. Nun aber:

Ein helleres Goldgelb im Glas, recht feine und beständige Perlage. Für die Nase gibt’s deutlich Hefe mit Kreidestaub, dazu Birnen und Äpfel der mürberen, bzw. herberen Sorte. Am Gaumen äußerst trocken, dennoch nicht karg wirkend, auf der Fruchtseite zeigen sich gelb-grüne Zitrusnoten von Zitrone bis Ugli, wieder deutlich Kreide sowie was leicht ledriges. Die Säure ist elegant zupackend, der Nachhall macht mit viel Gestein und etwas Limette lang und leicht herb Freude.

Wenn man sich jetzt die Beschreibung der letzten Verkostung durchliest, hat sich gar nicht sooo viel getan seit der letzten Öffnung, vielleicht eine leichte Seitwärts-Bewegung, die sich vor allem in einer etwas gelberen Zitrusaromatik äußert. Nach wie vor ein super Zeuch, wenn man’s beim Schampus auch staubtrocken und mineralisch mag…

Meine Wertung: Nachkauf 3/3, Gesamt 22/25

Nachfolgend noch der Text der Verkostung vom 28. Februar 2017:

…bin ich immer noch unterwegs, dies hier ist nun schon der 900ste Beitrag. Hätt‘ ich anfangs auch nicht gedacht, daß ich mit meinem Blögchen so lange durchhalten würde. Wie’s der Zufall so will, habe ich exakt für diesen Beitrag auch ein passendes Getränk zur Verfügung! Der Anlaß, zu dem ich den

2008er Blanc de Blancs – Chouilly – Grand Cru – Brut – Chardonnay – Champagne AOC, AR Lenoble, Champagne

aus dem Keller geholt habe, war aber tatsächlich ein anderer. Mal sehen, wie sich der Jahrgangs-Grand Cru vom normalen Blanc de Blancs – Chouilly unterscheidet:

Die Farbe ist ein helleres Goldgelb, im Glas (ohne Moussierpunkt) eine mittlere aber beständige Perlage. Der Geruchssinn wird mit einigem Sauerteig bedacht, weiters etwas Williamsbirne. Am Gaumen sehr trocken, fruchtseitig vor allem Limette und Pampelmuse, viel Kreide, etwas gerbstoffig. Dazu eine kernige, trockene und packende Säure, langer, herb-mineralischer Abgang mit leichter Pomeranzennote.

Für Fruchtbrausentrinker ist das nun gar nichts, ich finde diese Kombination aus fast überbordender herb-trockener Mineralik in Kombination mit den ebenfalls leicht herben Zitrusaromen sehr schön. Selten habe ich einen präziseren und frischeren Champagner getrunken. Im Vergleich zum oben verlinkten kleinen Bruder ist dieser Grand Cru deutlich steiniger, sicher karger, aber auch eigenständiger. Während ich den „Nicht-Cru“ nicht unbedingt wieder beschaffen muß, ist das bei diesem schönen Fläschchen deutlich anders!

Meine Wertung: Nachkauf 3/3, Gesamt 22/25

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