Von Yello berührt…

…wurde ich heute mal wieder in Form des im Jahr 2009 erschienenen Albums

Yello – Touch

und zwar in der Form der „Special limited Edition“, die neben sechs Bonus-Tracks auch eine DVD mit einem „Virtual Concert“ enthält, das -vorweg gesagt- schon eine Klasse für sich ist. Gibt’s auch als Doppel-LP, aber dann ohne die zusätzlichen Stücke, außerdem enthält das „Virtual Concert“ auf der DVD wiederum einige Stücke, die es auf den reinen Audio-Tonträgern nicht gibt.

Das vorangegangene Album von Yello erschien bereits in 2003, Boris Blank hatte also viel Zeit, an den neuen Kompositionen herumzufeilen, wobei ich jetzt allerdings nicht weiß, wie lange die konkrete Arbeit an diesem Album nun gedauert hat. Irgendwo habe ich z.B. mal gelesen (oder gesehen?), daß Boris Blank wohl nicht wenig Zeit damit zugebracht hat, die Trompetentracks, welche von Till Brönner eingespielt wurden, in aufwendiger Kleinarbeit so zu bearbeiten, daß die Luftströmungsgeräusche der Trompete -respektive ihrer Ventile- genau seinen Vorstellungen entsprochen haben. Diese Detailverliebtheit ist es wohl letztlich, was den einzigartigen Klang der Yello-Kreationen ausmacht. Dabei paßt der Electro-Pop der beiden Schweizer eigentlich dem Grunde nach gar nicht in mein musikalisches Beuteschema; die meisten Sachen in meinen Regalen sind da ganz anderer Natur. Aber diese doch recht spezielle Art der Musik, die sich eben in der oben erwähnten Detailverliebtheit, gepaart mit hoher Perfektion und Facettenreichtum äußert, hat mich in gewisser Weise über die Jahre in den Bann gezogen.

Den Großteil „meiner“ Musik genieße ich nur mit dem Gehör und mit dem, was der Schall bei etwas gehobener Lautstärke mit dem Körper sonst noch so anstellt. Musikvideos haben mich nur selten Hocker gerissen. Das „Virtual Concert“ ist hier allerdings eine der wenigen Ausnahmen, die Videos entsprechen dem Anspruch der Musik von Yello voll und ganz, auch hier wurde mit viel Perfektion und Einfallsreichtum bzw. Witz gearbeitet. Mein persönlicher Favorit ist das in Schwarz-Weiß gedrehte bzw. animierte Video zum Track „Tiger Dust“, den es nur auf der DVD gibt. Die beiden „Yellos“ -Boris Blank und Dieter Meier- bewegen sich hier als reale Personen auf und um eine Menge synthetischer, dreidimensionaler weißer Buchstaben, die sich ständig verändern, perfekt auf die Musik abgestimmt. Das sind die Momente, in denen ich mir doch mal wieder einen Fernseher als Monitor wünsche, auf den Computer-Bildschirmen wirkt das Ganze dann doch ein bißchen popelig…

Meine Wertung: 3

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