Hitze-Saufwein aus Italien – Relaunch

Heute war’s zwar nicht so warm wie bei der letzten Weinöffnung vor bald drei Jahren (damals paßte der Titel besser, obwohl ich mich heute sehr über das schöne Wetter gefreut habe), aber dennoch schien mir der

2012er Trebbiano di Lugana – San Benedetto – Lugana DOC, Zenato, Veneto

ganz gut geeignet zu sein, unseren Besuch zu beglücken:

Ein mittleres Goldgelb zeigt sich im Glas, in der Nase zeigt sich der Lugana frisch-fruchtig hellgelb: Zitrus, Mirabellen, ganz leicht Birne. Am Gaumen viel Frucht, hier auch etwas Pfirsich, dazu eine schön frische Säure und carbonatige Steinchen; der Abgang ist recht lang und frisch fruchtig, dazu eine leichte Mineralik im Hintergrund.

Das ist nun einerseits kein hochkomplexer Lugana, andererseits hat er sich aber sehr schön entwickelt und gibt keinen Anlaß zum Meckern, insbesondere die Säurestruktur und die Balance zum Extrakt gefällt mir sehr gut. Für alle Tage nunmehr ein sehr schöner und belebender Wein ohne Fehl und Tadel…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 5. Juli 2015:

Gestern sagte mir mein Auto mal „36 °C“. Der schönste Platz war dann natürlich die schattige Ecke im Garten, in der man möglichst regungslos verweilt. Ich beschwere mich absolut nicht über die Temperaturen, ganz im Gegenteil! Ich bin froh, wenn es so schön warm ist. Leider ist es dann bei uns aber auch immer gleich recht feucht und das drückt einem dann halt ständig den Saft aus allen Poren. In Ostafrika ist da das Klima deutlich schöner! Bei gleichen Temperaturen schwitzt man da deutlich weniger, weil die in der Regel vom Kontinent her ziehende Luft deutlich trockener ist. Auch wenn man was arbeitet. Na ja, muß man halt das beste d’raus machen. Dazu schenken wir uns dann auch gerne was Kühles ein. Für den Anfang hat gestern ein

2012er Trebbiano di Lugana – San Benedetto – Lugana DOC, Zenato, Veneto

ins Glas gefunden, wo er sich mit einem schönen Strohgelb präsentiert hat. In der Nase grüner Apfel, grüne Birne und etwas Efeu. Schon der Geruch ist also schön frisch und kühl. Gelbe Opulenz hätte ich gestern auch gar nicht gebraucht. Am Gaumen sind Apfel und Birne nicht ganz so grün. Dafür aber noch etwas grüne Feige. Kräftige, aber ausbalancierte Säure, die sich gut mit den 13 PS versteht. Nicht ganz trocken (aber sicher unter der deutschen 9 g/l RZ-Grenze), doch die Säure versteht sich recht gut mit dem Zückerchen. Leicht mineralischer Abgang, der relativ lange anhält und keinerlei bitteren Beigeschmack mitbringt.

Der Wein paßte gestern aufgrund seiner leicht grünen -aber nicht grasigen- Aromatik sehr gut zu den temperaturbedingten Umständen. Insgesamt aber steht er etwas im Schatten des Lugana S. Cristina aus dem gleichen Haus, der nur wenig mehr Euronen kostet. Deshalb

Meine Wertung: Nachkauf 1 von 3

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