Berg-Pino

Seit gut zwei Wochen schon steht der

2014er Pinot Grigio – Aristos – Südtirol Eisacktaler DOC, Eisacktaler Kellerei, Südtirol

nun in der Kühlung, um auf den richtigen Anlaß zu warten. Jetzt kam mir noch ein Beitrag aus Wien in die Quere, der das Thema „Grauburgunder“ in schöner Weise aufgegriffen hat, was die Flaschenöffnung jetzt nochmal etwas forciert hat. Schließlich habe ich in dem verlinkten Beitrag auch großspurig kommentiert, daß es z.B. im Eisacktal -aus meiner Sicht- auch sehr schöne, weil recht frische Grauburgunder gibt. Ich hatte den Wein zuletzt beim Kauf ab Kellerei probiert, was nun auch schon wieder gut zwei Jahre her ist. Also mal sehen, ob meine Aussagen zu dem Wein noch stimmen:

Ein helleres, aber doch recht leuchtendes Goldgelb zeigt sich im Glas, für den Riechkolben gibt es viel gelbe Frucht: Khaki, Aprikose, Papaya, später auch etwas Banane stechen am meisten hervor, sie wirken trotz ihrer Intensität aber nicht überreif; im Hintergrund schwingt was leicht nussiges mit. Geschmacklich zeigt sich der Aristos-Pino auf der Fruchtseite ebenfalls sehr gut ausgestattet, die für einen Grauburgunder völlig untypische Säure hält den Wein zusammen mit einer „Nasse Terrasse“-Mineralik trotz leichter Cremigkeit wunderbar auf der frischen Seite; auch dann noch, wenn sich die Fruchtseite mit etwas Luft erst so richtig aufgeplustert hat. Der Abgang ist schön lang und dabei ebenfalls fett-fruchtig im besten Sinne, auch hier kein Ansatz von Breite spürbar. Fett-frisch-elegant irgendwie…

Uff, da habe ich -zumindest in diesem Fall- nicht übertrieben! Auch hier bekommt man ordentlich viel Wein für’s Geld und vor allem befriedigt dieser Pinot Grigio auch meine Vorlieben hinsichtlich der Säurestruktur beim Wein. Wenn alle Grauburgunder so wären, dann wäre er wohl nie ein Modewein geworden…

Meine Wertung: Nachkauf 3/3, Gesamt 20/25

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2 comments on “Berg-Pino

  1. Schöner Bericht! Auch ich habe anlässlich des von Dir referenzierten Videocasts gestern einen Grauburgunder (Achkarrener Schlossberg GG 2014 von Franz Keller) geöffnet. Der hatte auch eine schöne Säurestruktur und viel Druck – ein schöner Wein vom Löss. Hat mich an einem Veltliner Reserve erinnert, war aber ein gutes Stück teurer. Insofern nur ein halber Punkt für die Grauburgunder!

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    • Von Franz Keller hatte ich bis jetzt nur eine Erste Lage (Oberbergener Baßgeige) im Glas und die war säuremäßig nicht ganz so, wie ich es mir gewünscht hätte, trotz 2014er Jahrgang. Schön zu hören, daß es sich durchaus lohnen könnte, da doch irgendwann nochmal zuzugreifen. Preis hin oder her…

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