Schon wieder kein Schampus! – Relaunch 2

Da ein spezielles französisches Blubberwasser einem ganz speziellen Menschen sehr gut schmeckt, gab es den

(2016er) Gamay – Granit – Réserve de Lavernette – Brut nature, Château de Lavernette, Beaujolais

nun genau ein Jahr nach der letzten Öffnung erneut zum entsprechenden Geburtstagsfest als zweites Schaumgetränk. Bei der Beschreibung kann ich mich recht kurz halten und im Wesentlichen einfach auf den Text der vorhergehenden Beschreibung verweisen (s.u.). Mir fiel nur auf, daß die hefigen Aromen nun noch ein bißchen zugunsten der Frische zurückgetreten sind, jedenfalls ist das so meine Erinnerung, denn diese ganz feinen Nuancen in meine Beschreibungen zu packen, ist eher schwierig bis unmöglich. Vielleicht war es auch nur meine Tagesform, aber der Eindruck bleibt. An der Wertung ändere ich aber nichts…

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 20/25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 10. Juni 2017:

Nach fast einem Jahr gestern wieder mal ein Schäumer aus dem Beaujolais:

(2016er) Gamay – Granit – Réserve de Lavernette – Brut nature, Château de Lavernette, Beaujolais

Mal sehen, was sich seit der letzten Verkostung in der Flasche getan hat:

Die Farbe ist nunmehr deutlich dunkler, wobei vom Farbton her „Strohgelb mit deutlichem Zwiebeleinschlag“ generell noch paßt. Die Perlage ist nun anfangs recht kräftig, bleibt aber beständig. In der Nase haben nun die brotig-hefigen Aromen die Oberhand, die roten Äpfel sowie Granatäpfel sind klar erkennbar, aber eindeutig in der zweiten Reihe angesiedelt. Am Gaumen komme wieder einige Zitrusaromen in Form von herber Orange und etwas Limette dazu. Die Balance zwischen Fruchtextrakt und Säure ist nach wie vor sehr gelungen. Die zuletzt attestierte leichte Cremigkeit ist zurückgegangen, eigentlich wirkt der Sekt fast frischer, in Kombination mit der Hefe und einer leicht reduktiven Note baut sich aber dennoch ein gewisser Schmelz im Mund auf. Der Abgang ist herb-fruchtig, ganz leicht mostig und hält gut zwei Minuten an.

Die Flasche hat sich aus meiner Sicht sehr schön weiterentwickelt, allerdings ist der Sekt dadurch nicht einfacher geworden, sodaß die Zustimmung in der Runde nicht mehr so groß war wie letztes mal. Ich hatte aber meinen Spaß dran…

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 20/25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 30. August 2016:

Gestern gab’s mal wieder zum Einstieg einer abendlichen Zusammenkunft, deren Sinn die Huldigung des schönen Wetters war, einen französischen „Vin Mousseux“, den ich hier ja schon mal vorgestellt hatte:

(2016er) Gamay – Granit – Réserve de Lavernette – Brut nature, Château de Lavernette, Beaujolais

Allerdings war das damals der (2015er), der sich in erster Linie mal durch das Datum von Tirage und Dégorgement unterscheidet. Also in gewisser Weise ist das hier einfach der Nachfolgejahrgang, der am 02.07.2015 in die Flaschen gegeben und dann am 22.03.2016 ohne Zuckerzusatz dégorgiert wurde. So weist es das Rückenetikett aus. Jetzt wollte ich einfach mal sehen, ob es hier signifikante Unterschiede gibt oder ob die Assemblage so gut funktioniert, daß wieder genau das gleiche Blubberwasser rauskommt.

Strohgelb im Glas mit deutlichem Zwiebeleinschlag, feine, nicht so intensive, aber beständige Perlage. In der Nase rote Äpfel sowie Granatapfel (auch rot, klar), Hefezopf sowie auch eine Zutat hierfür: der Hefewürfel selbst, dazu etwas Kreide. Am Gaumen kommt noch etwas Ugli dazu. Der Fruchtextrakt ist schon recht deutlich spürbar, dem steht aber auch eine schöne Säure gegenüber. Wieder recht cremig, praktisch kein freier Zucker, dennoch bringt der Extrakt genügend Fruchtsüße mit. Der sonst meist praktizierte Zuckerzusatz ist hier also tatsächlich in keinster Weise notwendig. Der Abgang ist fruchtig, dabei herb und leicht hefig und macht deutlich mehr als einen Augenblick Freude.

Wenn ich mir meine eigene Beschreibung des letzten „Jahrgangs“ so ansehe, dann gibt es schon ein paar Unterschiede, aber dem Grunde nach sind die Stilistik und die Qualität doch weitgehend gleich geblieben. Vielleicht war ich auch einfach anders gelaunt gestern, ich weiß es nicht. Dazu müßte man eher mal 2 unterschiedliche Flaschen gleichzeitig verkosten. Aber auch da hätte man das Problem, daß die Flaschen ja dann eine unterschiedliche Reifezeit hinter sich haben. Das mit der Weinverkosterei bleibt also eine mit einigen Fragezeichen versehene Wissenschaft. Macht aber nix…

Meine Wertung: 2

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