Zum Wurschtsalat was einfaches…

…noch dazu bei 27 °C im Schatten, da habe ich an den

2016er Welschriesling – trocken – STK, Lackner-Tinnacher, Südsteiermark

gedacht. Den Vorgängerjahrgang habe ich vor gut zwei Jahren schon mal vorgestellt, der 16er ist nun etwa ein Jahr reifer als der 15er damals. Mal sehen, was das ausmacht:

Im Glas ein helleres Messing- bis Ockergelb, in der Nase frische gelbe, ganz leicht reduktive und etwas gerbstoffige Fruchtigkeit, die in Richtung Ananas und Maracuja schaut, dazu gibt’s was leicht nussiges sowie ein bißchen Gesteinsmehl. Am Gaumen bestätigt sich dieser leicht reduktive Charakter, die Ananas wird hier durch nicht ganz reife Kaki ersetzt. Die an sich gut dosierte Säure wirkt leicht gebremst, was dem frischen Charakter aber nicht abträglich ist, das führt zu einer angedeuteten Samtigkeit neben der leicht seifigen Mineralik. Der Abgang zeigt wieder eine frische, aber leicht eingecremte Frucht verbunden mit einer herb-samtigen, fast fluffigen Steinunterlage.

Das ist nun schon ein leichter, frischer Welschriesling, aber auf seine ganz eigene Art. Er nutzt Attribute anderer, durchaus burgundisch zu nennenden Weinen, ohne diese direkt zu kopieren, es ist eher ein klares Schielen in diese Richtung. So wird die Unkompliziertheit einerseits gewahrt, anderseits befindet sich der Wein aber fern der Belanglosigkeit. Eher filigran als krachert, eigenständig und wieder deutlich anders als der oben verlinkte 15er, mir hat’s Spaß gemacht.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, gesamt 18 von 25

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