Schwarzer Chardonnay

In einer unserer Weinrunden tauchte zum ersten mal -für mich- ein Wein des sächsischen Winzers Martin Schwarz auf, der die ganze Runde begeistert hat. Das war damals der 2013er Chardonnay. Das führte dann -nach einer weiteren Bekanntschaft mit einem Schwarz-Wein- zu einer eigenen Runde, in der wir dann einen Großteil des Schwarzschen Portfolios durchprobiert haben. Da kam dann zwar der 2014er Chardonnay nicht mehr ganz so gut weg, es handelte sich aber immer noch um einen sehr schönen Wein. Heute habe ich mich dann mal entschlossen, den

2015er Chardonnay – trocken – Qw, Martin Schwarz, Sachsen

aus dem Keller zu holen:

Die Farbe ist ein deutliches Goldgelb, nasenmäßig gibt’s recht viel Holz in Form von Tabak und nassem Leder mit Joghurtdressing, wirkt aber trotz fast völlig fehlender Frucht nicht überfrachtet. Am Gaumen zeigt sich dann eine recht frische Fruchtkomponente in Form von Limetten und Mirabellen, die der recht kräftigen Holzaromatik (Eiche beim Schleifen, etwas Malz, leicht Teer) zusammen mit der gut situierten Säure Paroli bietet. Einiges an Räuchersalzen wird auch noch mitgeliefert. Vor allem beim Abgang zeigt sich wieder eine recht intensive Salzspur, im Finale kommt ein bißchen Schnupftabak dazu.

Dieser Jahrgang gefällt mir wieder besser als der 14er, an den 13er kommt er aber nicht heran. Dazu sind mir manche Komponenten etwas zu wuchtig geraten. Diese stehen zwar alle in vorbildlicher Balance zueinander, aber in etwas filigraner würde mir das Ganze noch um einiges besser gefallen.

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 19/25

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