Aufrechter Bodensee-Winzer – Relaunch

Der zweite Bodensee-Wein des gestrigen Abends war nach nunmehr über 3 Jahren Pause der

2013er Auxerrois – Meersburger Sängerhalde – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

Ein mittleres Goldgelb im Glas, für die Nase bleibt nach dem Rausschwenken von etwas Weißkohl ein Korb von gelbem Kern- und Steinobst der intensiveren Art übrig. Am Gaumen dann ebenfalls recht komplexe gelbe Frucht: Birne, Quitte, Mirabelle, Pfirsich, Aprikose, Kaktusfeige, Guave und wahrscheinlich noch mehr. Dem steht eine nicht übermächtige, aber doch sehr gut bemessene Säure gegenüber, die für eine recht geringe Viskosität sorgt. Ganz leicht auch eine kreidig anmutende Salzigkeit, muß man sich aber drauf konzentrieren. Der Abgang ist wiederum recht fruchtbetont, aber fern jeder Plakativität.

Für mich nach wie vor einer der schönsten Auxerrois überhaupt, sicher kein ganz großer Wein, aber aufgrund seiner komplexen Frucht und der -insbesondere für eine Burgundersorte- schönen Säurestruktur einer, mit dem ich gerne wieder meinen Keller auffülle.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 04. März 2015:

Ich habe festgestellt, daß ich den zweiten Bodensee-Winzer, der uns in der näheren Vergangenheit so schöne Weinchen präsentiert hat, hier noch gar nicht vorgekommen ist. Das hole ich jetzt nach mit dem

2013er Auxerrois – Meersburger Sängerhalde – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

nach. Der 2012er Auxerrois von Aufricht war überhaupt der erste Wein dieser Rebsorte, den ich getrunken habe, war mir damals völlig neu. Am Bodensee wird die gelbschalige Sorte auch als Gelber Burgunder bezeichnet, obwohl das anscheinend nicht ganz richtig ist, da mehrheitlich dieser Name eher als Synonym für Chardonnay verwendet wird.

Jedenfalls war genau dieser Wein (der 2012er) -den es zu vorzüglichen Kretzerfilets im Hotel-Restaurant „Schwedi“ in Langenargen gab- vor zwei Jahren der Anlaß, sich mal etwas näher mit den Bodenseewinzern zu beschäftigen, denn diese hatte ich bis dahin überhaupt nicht auf dem Schirm. Von Aufricht werde ich im Laufe der Zeit noch mehr Sorten präsentieren.

Der Auxerrois ist durch seine deutliche, aber gut ausbalancierte Säure ein sehr frischer Wein mit schönen Fruchtaromen nach Pfirsich und anderem gelben Kernobst, etwas Mirabelle vielleicht. Spürbare mineralische Noten, etwas Kräutergarten. Schön langer Abgang. Die Säure ist anfangs dominierender, über ca. 2 Stunden getrunken, tritt sie etwas zurück und macht den Wein dadurch noch etwas eleganter.

Sehr schön zu frischem Fisch (s.o.) im Sommer auf der Terrasse, aber auch ganz wunderbar zum einfach nur so genießen!

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

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