Santoriner Steine

Heute wurde zu Aprikosenknödeln wieder ein Probierwein von meinem letzten Griechenland-Einkauf aufgemacht:

2017er Assyrtiko – Wild Ferment – dry – Santorini PDO, Gaia Wines, Kyclades

Wie der Name schon sagt, ist dieser Wein spontanvergoren, was in Griechenland öfters auf dem Etikett besonders hervorgehoben wird. Vom Rückenetikett erfährt man übrigens noch, daß die Reben 80 Jahre alt sein sollen.

Im Glas ein helleres Goldgelb, die Nase bekommt vorwiegend Steine ab und zwar in erster Linie vulkanisch-basaltisch (klar, Vulkaninsel!) mit schieferigen und zunderigen Anteilen. Dazu etwas Zitronenschale, insgesamt bleibt das Bukett auf der filigraneren Seite. Auch am Gaumen herrscht die Steinseite vor, diese wird wieder von Zitrone und Limette begleitet; eine deutliche, aber unaufdringliche Säure sorgt für Frische. Der Abgang ist herb-steinig mit einem ganz kleinen Magnesium-Bitterchen.

Sehr schöner, an sich unkomplizierter Steinwein, dessen Mineralik auch bei Fruchtweintrinkern nicht abschreckend wirkt. Insbesondere auf der Steinseite durchaus komplex, aber nur wenn man sich intensiver damit beschäftigt. Ein größeres Glas ist dabei hilfreich. Paßte übrigens sehr schön zum Essen…

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 18/25

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