Scheue Rebe ob‘ dem See – Relaunch 2

Getreu dem Motto „Mittwoch ist Scheurebe-Tag“ (manchmal zumindest) haben wir unter Berücksichtigung der Außentemperaturen mal wieder eine Flasche des

2013er Scheurebe – Meersburger Sängerhalde – 470 „Ob‘ dem See” – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

aufgemacht:

Die Farbe ist ein dichteres Strohgelb, die Nase bekommt recht intensiv Jostabeere, Karambole, Estragon und Rauke ab. Geschmacksmäßig kommt noch Limette dazu, die Säure ist superfrisch und knackig, ein paar herbere Steinchen gibt’s auch noch. Der Abgang ist ebenfalls sehr belebend auf der grünfruchtigen Seite.

Schöne, vor allem sehr frische und doch nicht laute Scheurebe, nicht übermäßig vielschichtig, dafür aber sehr ausgewogen und ideal für Temperaturen um die 30 Gräder. Immer noch keinerlei Abnutzungserscheinungen…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachfolgend noch der Text der Verkostung vom 11. November 2016:

Heute war’s doch deutlich kühler als bei der letzten Verkostung vor bald eineinhalb Jahren, trotzdem war heute mal wieder Scheurebe dran, und zwar eine, die mir noch als recht leicht und frisch in Erinnerung war:

2013er Scheurebe – Meersburger Sängerhalde – 470 „Ob‘ dem See” – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

Das helle Strohgelb ist geblieben, aber es hat sich nunmehr ausgeperlt. In der Nase frisch-grün mit gelben Akzenten, konkret grüner Apfel, Karambole, Limettenschale, etwas Stachelbeere, Dill und Estragon. Am Gaumen ein ähnlicher Fruchtkorb, dazu wieder leicht Bergamotte und einige naß-herbe Steine. Frische, belebende Säure, die die Aromatik gut stützt und jeglichen Ansatz von Klebrigkeit verhindert, wie sie bei solch niederohmigen Scheureben (11,5 Ω) gerne mal auftritt. Der Abgang ist wieder auf der gelb-grünen Zitrusseite angesiedelt, bietet aber nun mehr als Limette: Pomelo und Pampelmuse sind nun auch mit von der Partie.

Die Reifezeit hat nicht zu wesentlich höherer Dichte, sondern mehr zu einer differenzierten Frucht geführt. Kein Zeichen von Schwäche erkennbar. Frisch und unkompliziert, eher filigran, dabei aber fernab jeglicher Banalität.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

Nachfolgend noch der Text der ersten Verkostung vom 6. Juli 2015:

Heute war es im Garten nicht ganz so schweißtreibend, dennoch mußte wieder was Frisches her. Daher fiel die Wahl auf den

2013er Scheurebe – Meersburger Sängerhalde – 470 „Ob‘ dem See” – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

Diese Rebsorte ist bei mir bis jetzt eher selten vertreten, ich hatte noch nicht so viel Glück damit. Ich werde diesbezüglich demnächst auch mal ein bißchen nach Franken blicken. Jetzt aber erst mal Bodensee. Die „470“ steht für die Höhe, auf der der Wein wächst. Es scheint sich um den höchsten Zipfel der Meerburger Sängerhalde zu handeln, der mit der Scheurebe bestockt wurde. Die Rebsorte wird wohl häufig eher für die süßen Tröpfchen verwendet, für den trockenen Ausbau gilt sie -aus welchen Gründen auch immer- als schwierig. Wahrscheinlich wieder so ein Fall, bei dem recht klar eine Trennung in Spreu und Weizen erfolgt. Ich kannte schon den vorherigen Jahrgang -der ein absolut schöner Wein war- und war jetzt gespannt, wie sich der 2013er heute so zeigt, da ich ihn zuletzt vor einem Jahr probiert habe, als ich ihn gekauft habe.

Im Glas ein recht helles Strohgelb, noch leicht perlend. In der Nase Stachelbeere, Johannisbeere und Jostabeere sowie Limette. Am Gaumen grüne Äpfel, wieder Limette, etwas Bergamotte und Tamarinde. Da die säuerlichen Aromen dominieren, ergibt sich fast zwangsläufig ein sehr frischer Charakter. Die Gesichtszüge entgleisen aber in keinster Weise, die Säure ist sehr gut eingebunden. Insgesamt sehr trocken, alloholisch mit 11,5 PS recht leicht aufgestellt, geschmacklich aber kein Fliegengewicht. Der Abgang ist mittellang und hält hauptsächlich das Limettenaroma ohne nennenswerte Bitterkeit bereit.

Sehr schöner Wein für heiße Tage, leicht, aber absolut nicht belanglos.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

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