Das ist der Gipfel!

Mit dem herbstlichen Wetter kommen nun auch so langsam herbstliche Gerichte auf, da verspürte ich eine gewisse Lust auf was einerseits opulentes, das andererseits aber auch recht flutschig ist. Also wurde folgendes Weinchen geöffnet:

2013er Rotgipfler – Tagelsteiner – trocken – Qw, Stadlmann, Thermenregion

Die Farbe ist ein dunkleres, leicht ockeriges Goldgelb, dem Riechkolben zeigen sich Kirschhonig, reife Pfirsiche und Aprikosen sowie etwas Stroh. Geschmacklich wirken die Pfirsiche ein bißchen beschwipst, ohne daß der Wein deswegen brandig daherkommt (auch wenn er immerhin 14 PS unter der Haube hat); irgendwann schieben sich einige Andenbeeren nach vorne und bringen ein ganz leichtes Bitterchen mit. Von der Textur her ist der Rotgipfler schon fast ölig, eine schöne Säurestruktur vermeidet trotz aller Dichte jede Anstrengung. Unter dem fetten Extrakt befindet sich eine Art Schieferplatte, die manchmal leicht durchblitzt. Beim Abgang ist die ansonsten recht verdeckte Mineralik noch am deutlichsten, auch hier dominiert aber der opulente, leicht herbe Fruchtextrakt mit etwas Honig und schöner Säurebegleitung.

Paßte aus meiner Sicht sehr schön zur Kürbissuppe, macht aber auch zum Dessert und als Solo-Glas hinterher viel Spaß; ich mag einfach solche gegensätzlichen Weine, die verschiedene Extreme (hier: Opulenz und Frische) wie selbstverständlich zusammenführen, dabei einerseits eine gewisse Spannung aufbauen, insgesamt aber doch „rund“ sind.

Meine Wertung: Nachkauf 3/3, Gesamt 20/25

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