Orange und superbrut

Heute paßte zum Essen auch ein Blubberwässerchen ganz gut, da habe ich beschlossen, mal folgenden Frankenschäumer zu testen:

2014er Burgunder-Cuvée – brut – Deutscher Sekt, Johann Ruck, Franken

Dieser Sekt ist eine Cuvée aus Spätburgunder, Weißburgunder und Grauburgunder. Das erklärt dann auch die auffällige Farbe, nämlich ein deutliches Apricot, fast schon Orange. Die Perlage ist mittelstark mit eher kleinen Bläschen, recht beständig. Für die Nase gibt’s einen ziemlich kühl wirkenden Fruchtmix aus Granatapfel, weißer Johannisbeere und einem Hauch Mandarinenzeste sowie einer ganz dezenten Hefenote. Am Gaumen zeigt sich gleich eine knochentrockene Struktur, der Mix aus Frucht- und Kohlensäure ist von etwas kernigerer Natur, aber der Fruchtextrakt verhindert dann doch souverän, daß man sein Gesicht verziehen muß. Hier kann man die Hefe ein klein bißchen deutlicher erkennen, es überwiegt aber eine Steinmineralik aus gelöschtem Kalk und Gips nebst etwas Melisse. Der Abgang ist eigentlich der fruchtigste Teil, hier kommt auch die Mandarine am deutlichsten ’raus, das Finale betont dann die fruchtgesüßte Kreide.

Ganz eigene Brause, nicht nur was die Farbe angeht. Auch die Fruchtkombi mit der Mandarine sowie das Süße-Säure-Spiel sind so ganz anders als alles Schäumende, was ich bisher so im Glas hatte. Ist jedoch nix für Piccolo-Trinker mit einer gewissen Erwartungshaltung hinsichtlich des Süßegrades…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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