Dolomiti – Relaunch 3

Am letzten Sonntag gab’s nach ungewohnt kurzer Ruhepause von gerade mal einem halben Jahr wieder einen

2013er Rotberger – Vin dei Molini – Rosato – Vigneti delle Dolomiti IGT, Pojer e Sandri, Trentino

was damit zu tun hatte, daß die Diskussion über die Reifefähigkeit von Rosés mal wieder aufkam. Also habe ich die letzte Flasche dieses Rotbergers im Sinne der Beweisführung geopfert.

Im Glas ein dunkleres, leuchtendes Kupferrot, in der Nase herber und leicht angewürzter Granatapfel sowie leicht angetrocknete Pflaume, ein Hauch Sherry. Am Gaumen setzt sich der Buketteindruck weitgehend fort, die Braunwürze ist hier etwas ausgeprägter, ein leichtes Grapefruit mit Campari-Bitterchen kommt mit der gut balancierten Säure mit. Der Abgang ist ziemlich lang, auch hier eine schöne Balance zwischen angereifter Frucht und würzigen Sachen, vor allem bleiben die Bitterchen klar auf der angenehmen Seite.

Ist immer noch voll auf der Höhe, die Änderungen seit dem letzten mal sind -verständlicherweise- nicht soo dramatisch.

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 19/25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 08. Mai 2018:

Schon wieder ein Zweitrelaunch: heute nach gut zwei Jahren die Fortsetzung eines meiner Rosé-Reifeexperimente mit dem

2013er Rotberger – Vin dei Molini – Rosato – Vigneti delle Dolomiti IGT, Pojer e Sandri, Trentino

Heute zeigt sich im Glas farbmäßig eine sehr dunkle Zwiebelschale, gleitet schon ins Orange ab. Für den Riechkolben gibt’s sowas wie Granatapfelmost, leicht angedörrte Zwetschgen und etwas Erdbeerkompott sowie ein bißchen Braunwürze. Geschmacklich gibt’s gleich zu Anfang etwas verstörendes Metall, verflüchtigt sich aber innerhalb von 3 Minuten vollständig. Dann bleibt viel Raum für den oben erwähnten Granatapfel, einen Bratapfel, angeräucherte Waldbeeren und wieder etwas Kompott, diesmal mit Pfirsichen. Dazu leicht Zimtstange, Koriandersaat und ganz dezent Bittermandel. Die Säurestruktur führt wieder zu einem erfrischenden Gesamteindruck. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, zu der leicht extraktsüßen, gereiften Frucht kommt hier ein bißchen Teermaschine dazu, die bleibt aber in einer durchaus angenehmen Größe.

Immer noch voll auf der Höhe, der Reifeprozeß schreitet zwar spürbar voran, aber Schwächen ergeben sich daraus bis heute noch nicht. Allerdings denke ich nicht, daß das pralle Leben dieses Rosés nun noch sehr lange währen wird, die letzte Flasche werde ich wohl in ca. einem Jahr antesten. Wenn alles gut geht…

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 19/25

Nachfolgend der Text von der zweiten Verkostung vom 25. April 2016:

Der erste Rosé, den ich hier auf meinem Blögchen vorgestellt habe, war der

2013er Rotberger – Vin dei Molini – Rosato – Vigneti delle Dolomiti IGT, Pojer e Sandri, Trentino

Das ist nun fast 1½ Jahre her und es war Zeit, mal zu testen, ob sich was in der Flasche getan hat.

Der Rosato zeigt sich nun in einem eher hellen Rosa mit Zwiebeltouch, in der Nase offenbaren sich Granatapfel, Walderdbeere und kandierte Orangen. Am Gaumen fruchtseitig ebenfalls Granatapfel, dann noch Pfirsich und reife Sternrenette. Weiters recht deutliche, aber milde Salzigkeit. Die Säure paßt sehr schön zum reichen Extrakt, ist dabei nicht dominant, trägt aber doch sehr zur Frische des Weins bei. Wirkt ein klein bißchen restsüß, was aber wohl aus dem Fruchtextrakt resultiert, dabei deutlich auf der angenehmen Seite. Alloholseitig mit 12 PS erfreulicherweise ein eher leichtes Vergnügen. Der Abgang ist recht lang und fruchtig-restsüß, aber auch hier ganz klar auf der schmeichelnden Seite.

Eigentlich haben wir jetzt einen ganz anderen Wein getrunken. Die Reifezeit hat dem Vin dei Molini deutlich gut getan. Er hat an Gehalt, Komplexität und Finesse erheblich gewonnen. Also auch kein Rosé, der ausschließlich (ganz) jung getrunken werden sollte, ein paar Jahre im Keller sind hier klar von Vorteil!

Meine Wertung: Nachkauf 2/3

Nachfolgend der Text von der ersten Verkostung vom Dezember 2014:

2013er Rotberger – Vin dei Molini – Rosato – Vigneti delle Dolomiti IGT, Pojer e Sandri, Trentino

Mit Roséweinen bin ich früher nie glücklich geworden, aber mittlerweile geschieht es doch des Öfteren, daß ich mal einen schönen Rosé entdecke.

So auch der Vin dei Molini, den ich in Faedo hoch in den Dolomiten bei Pojer e Sandri verkostet habe.

Wobei ich die Rebsorte Rotberger, welche eine Kreuzung zwischen Schiava (Trollinger) und Riesling ist, bis dato gar nicht kannte.

Rosé ist als Farbe eigentlich gar nicht so treffend, der Vin dei Molini hat schon eine deutlich kirschrote Farbe. Bestimmendes Aroma ist Johannisbeere, würde ich sagen. Schön frisch und leicht, eher was für den Sommer. Kein übermäßig anspruchsvoller Wein, macht aber trotzdem Spaß im Glas.

Qualitativ steht er wahrscheinlich deutlich über 90 % aller anderen Rosées…

Meine Wertung: Nachkauf 1/3

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