Kreuzfeuer

Das „Music Revelation Ensemble“ wurde 1980 von James Blood Ulmer mit George Adams und David Murray gegründet, um den „No Wave“ zu zelebrieren. Das 1997 erschienene Album

Music Revelation Ensemble – Cross Fire

ist quasi der Abschluß dieser musikalischen Ära bei JBU und das letzte MRE-Album. Hier geben sich James Blood Ulmer (e-g), John Zorn (as), Pharoah Sanders (ts), Calvin Jones (e-b) und Cornell Rochester (dr) nochmal mit viel Elan dem „No wave“ bzw. Jazz-Funk in abstrakterer Form hin. Recht deutlich sind bei einigen Stücken auch die Einflüsse des zu dieser Zeit von JBU schon mehrheitlich gespielten Electric Blues, insofern stellt dieses Album einen recht schönen Abschluß einer prägenden musikalischen Zeitspanne dar, welches dann gleich noch einen Ausblick auf die Zukunft bietet. Geprägt wird es ganz klar von Ulmers unvergleichlicher E-Gitarre, alle anderen halten sich hier auf recht hohem Niveau erstaunlich zurück (bis auf einige eingestreute Soli), was dem Gesamteindruck aber nicht schadet. Beim Stück „Suspect“ gibt’s eine deutliche Remineszenz an das Album „Head Hunters“ von Herbie Hancock in Form des mit einer Panflöte gespielten Intro-Themas von „Watermelon Man“.

Kann ich immer wieder mit Freude hören, ich habe ich nur gefragt, ob man sowas angesichts der recht komplexen Rhythmik z.B. auch betanzen kann, denn die Grundstimmung der Musik lädt eigentlich dazu ein. Mir -als ziemlichem Nichttänzer- würde da allerdings nichts einfallen…

Meine Wertung: 4/4

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3 comments on “Kreuzfeuer

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