Kalterner Sauvignon – Relaunch 2

Anders als eigentlich gedacht, wurde gestern schon nach gut einem Jahr wieder eine Flasche des

2013er Sauvignon [Blanc] – De Silva – Südtirol DOC, Peter Sölva, Südtirol

geopfert, hab‘ ich mir einfach als passend zu frittierten Sardinen vorgestellt…

Die Farbe ist immer noch ein helleres Goldgelb, direkt nach dem Öffnen quasi 1:1 der Eindruck wie bei der letzten Flasche am ersten Tag (siehe unten), aber schon nach etwa 20 Minuten erstarken die gelben Komponenten signifikant, ohne die Frische des SB nachteilig zu beeinflussen; sowohl Bukett als auch Gaumen werden dann mit gelben Kaktusfeigen, gelben Pflaumen und leicht auch Quitten beglückt, die Kräuterseite bleibt erhalten, es kommt jedoch leicht noch Koriandersaat dazu. Auch der ordentlich lange Abgang profitiert von der gelb-grünen Mischung, die den Wein sehr ausgewogen macht.

Was vor gut einem Jahr noch zwei Tage gedauert hat, läuft nunmehr innerhalb weniger Minuten ab. Die frische Grünfrucht incl. der Kräuterseite ist dann sehr schön gegen die etwas „gesetztere“ Gelbfrucht balanciert, der SB ist m.E. noch lange nicht am Ende…

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 20/25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 29. Dezember 2017:

Gestern mußte mal wieder ein bereits vorgestellter Wein dran glauben, um zu sehen, ob (und wenn ja, wohin) er sich entwickelt hat:

2013er Sauvignon [Blanc] – De Silva – Südtirol DOC, Peter Sölva, Südtirol

Ein recht helles Goldgelb im Glas, in der Nase sehr frisch sauvignonig mit den typischen Aromen von Stachelbeere und Estragon sowie Heu, aber auch grüne Äpfel und etwas Limette. Am Gaumen mogeln sich dann auch ein paar gelbere Noten dazwischen, am deutlich frisch-grünen Charakter wird jedoch nicht gekratzt. Die Säure ist fast ein bißchen kantig, herbe Steinchen gibt’s auch nicht wenige. Der Abgang ist ebenso grün-frisch, dabei von deutlicher Länge und recht zitruslastig.

Ich hatte eigentlich d’rauf spekuliert, daß sich der SB mittlerweile reifungstechnisch etwas in die gelbere Richtung bewegt hat, er strotzt aber noch vor jugendlicher Frische. Die nächste Flasche wird also frühestens in zwei Jahren dran kommen…

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 17/25

Nachtrag nach 24 bzw. 48 Stunden mit Luft: Sauerstoff tut dem SB sichtlich gut, wie ich gestern und heute feststellen konnte. Vielleicht ist der (DIAM-) Korken einfach zu dicht, jedenfalls hat sich in den letzten zwei Tagen eine sehr schöne, sagen wir mal „Anreifung“ ergeben. Die gelben Aromen kommen von Tag zu Tag mehr durch und differenzieren sich zunehmend: z.B. gelbe Äpfel, Kaktusfeige, reife Karambole. Die Frische geht mit dem sich auf wundersame Weise vermehrenden Extrakt zwar leicht zurück, bleibt aber immer noch auf respektablem Niveau. Pro Tag lege ich da jeweils noch ein Pünktchen d’rauf, jetzt also

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 19/25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 20. März 2015:

Gestern zur Abwechslung mal wieder was Schönes aus Kaltern, diesmal der

2013er Sauvignon [Blanc] – De Silva – Südtirol DOC, Peter Sölva, Südtirol

den wir letztes Jahr in Kaltern bei Peter Sölva schon probiert und dann gleich einige Flaschen (zusammen mit ein paar anderen Sorten) bestellt haben. Die Lieferung kam dann etwas verzögert, weil die Lese der 2014er Trauben sich aufgrund der schwierigen Wettersituation sehr schwierig und aufwendig gestaltete, wie uns Stephan Sölva seinerzeit gesagt hat. Deshalb hatten sie eine Zeit lang Besseres zu tun, als sich um so profane Dinge wie den Versand zu kümmern, was ich durchaus verstehen kann. Aber zum Glück saß ich nicht auf dem Trockenen. Auch deshalb bin ich gespannt, was die (guten) Südtiroler Winzer aus dem 2014er Jahrgang letztlich machen werden, denn in schwierigen Jahren trennt sich ja die Spreu vom Weizen deutlich klarer als sonst.

In der Nase kündigt sich beim 2013er jedenfalls sofort ein Sauvignon an, die typische Stachelbeere ist prägnant, aber nicht dominierend. Daneben schwingen einige Zitrusnoten mit, etwas nussige Aromen wie Walnuß wurden auch identifiziert. Am Gaumen setzt sich dieser Aromeneindruck genauso fort, man spürt noch ein paar mineralische Noten, die Säure ist recht seidig. Insgesamt hinterläßt der Wein trotz seiner 13 PS einen recht leichten, eleganten Eindruck. Was aber nicht heißt, daß man ihn nun dünn nennen dürfte, das würde ganz und gar nicht passen, denn die Aromatik ist durchaus intensiv und komplex, aber der Wein kommt eben nicht mit der Brechstange daher wie manch andere Sauvignons, sondern offeriert seine Qualitäten auf eine sehr elegante bis subtile Weise.

Trotz seiner an sich frisch-grünen Struktur ist dies kein so lauter SB, hat uns sehr gut gefallen, auch wenn ich den Pinot Bianco aus dem gleichen Haus noch etwas höher einschätze. Aber vielleicht holt er noch etwas auf, wenn er mit der Reifung -hoffentlich- auch noch ein paar gelbere Aromen entwickelt.

Meine Wertung: Nachkauf 2/3

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