Mit freundlichen Grüßen

Heute hab‘ ich mir mal wieder ein Werk von einem der größten Gitarren-Exzentriker aller Zeiten angehört:

Buckethead – Best Regards

Wie so manche Buckethead-Alben ist auch dieses aus dem Jahr 2010 von der Aufmachung her extremst minimalistisch gehalten, außer dem, was man auf dem Coverbild sieht (hier die „Reissue“, die limitierte Originalversion mit handgemaltem, individuellem Cover hab‘ ich leider nicht), gibt es es keinerlei Information auf der Hülle oder den 5 CDr’s, letztere sind einfach blank und nur farblich zu unterscheiden (orange, blau, grün, gelb, lila), es gibt auch keine Titel zu den einzelnen Stücken. Nur die Namen der Musiker sind dokumentiert: Buckethead (e-g), Brain aka Bryan Mantia (dr, keyb) und Melissa Reese (keyb, perc), letztere vielleicht mittlerweile mehr bekannt durch ihre Präsenz bei „Guns ’n Roses“. Auf den 5 CDr’s geht’s ein bißchen zu wie im Sandkasten, es wird viel mit Klängen und Klangfolgen experimentiert und improvisiert, dabei spannen sich die Genres sehr weit, auf „discogs.com“ wird das Ganze z.B. unter „Art Rock, Avantgarde, Experimental, Funk“ eingeordnet. Viele der „untitled“-Stücke klingen daher auch wohltuend infantil, nur daß die Musiker ihre Instrumente halt perfekt beherrschen und nicht nur ziellos Krach gemacht wird. Insgesamt sind das dann 14 Tracks mit einer Gesamtlänge von knapp vier Stunden Spielzeit, das längste Einzelstück ist 31:53 min lang. Die einzelnen Stücke bauen nicht aufeinander auf -zumindest nicht für mich erkennbar-, dennoch zeigt sich trotz der stilistischen Unterschiede von zart bis hart zumindest eine grobe Linie, die allen fünf Scheiben zugrunde liegt. Das ist jetzt allerdings nichts, was man sich als Untermalung für einen ganzen Abend in den Player legen sollte, dazu sind die Tracks viel zu unterschiedlich, 4 Stunden ultrakonzentriert zuhören wollte ich aber auch nicht. Wenn man also mal „frei“ hat und wenig anspruchsvolle, nicht zu laute Tätigkeiten zu verrichten hat, bei denen man nicht durchgehend gefordert ist, kann dieses Album durchaus stützend wirken, jedenfalls geht’s mir so…

Meine Wertung: 3/4

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