Einstiegsdroge – Relaunch 3

Jetzt ist es schon wieder zwei Jahre her, seit die letzte Flasche

2013er Pinot Grigio – Südtirol DOC, Nals-Margreid, Südtirol

ins Glas gefunden hat, heute dachte ich, daß der Basis-„Pino“ ganz gut zum Essen passen könnte.

Im Glas ein dichteres Messing- bis Ockergelb, in der Nase etwas reduktiv anmutende, sehr reife Äpfel und gelbe Pitahaya sowie etwas Speckstein. Am Gaumen eine ähnliche Frucht mit leichter Nußdeko; die Säure ist für einen Grauburgunder recht ordentlich bemessen, trotz deutlicher Cremigkeit flutscht der Wein ziemlich gut, hier wieder eine specksteinig-carbonatige Steinunterlage. Dann ein recht ordentlicher Abgang mit cremig-fruchtiger Struktur, wirkt aufgrund der gut ausgeprägten Säure aber nicht belastend.

Hat sich seit dem vorletzten Jahr recht schön „gefestigt“, auch bei diesem Basiswein lohnt es sich, zu warten. Wertungsmäßig ein deutlicher Sprung nach vorne, vielleicht war ich heute auch einfach sehr wohlwollend oder vor zwei Jahren etwas schlechter d’rauf…

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 18/25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 26. Januar 2017:

Heute mal was Neues: ein Wein, den ich hier nun schon zum dritten mal im Glas habe. Das war gestern der

2013er Pinot Grigio – Südtirol DOC, Nals-Margreid, Südtirol

Die Farbe ist ein etwas ins Ocker gehendes Honiggelb, in der Nase ein Korb reifen Kernobsts, etwas Koriandersaat. Am Gaumen reife mürbe Äpfel, leicht reife Birne, Zitronenschale, dazu ganz fein etwas Braunwürze incl. Lakritze. Recht ordentliche Säurestruktur, die den „Pino“ von jeglicher Anstrengung fern hält. Der Abgang ist mittellang und betont die reife Kernobstseite mit schöner Frische.

Wenn ich meine vorherigen Beschreibungen so anschaue, dann hat sich die Fruchtaromatik schon deutlich verändert und ist auch weniger komplex als früher. Dafür ist der PG nun mit einigen Reifenoten ausgestattet, die ihm mehr Eleganz verleihen, ohne den Wein dabei „dicker“ werden zu lassen. Läuft also nach wie vor recht gut, ist und bleibt ein schöner Alltagswein, den man auch getrost eine Zeit lang im Keller liegen lassen kann, ohne daß er zickig wird.

Meine Wertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 15/25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 15.12.2015:

Nach diversen Monaten war jetzt mal wieder eine Flasche

2013er Pinot Grigio – Südtirol DOC, Nals-Margreid, Südtirol

fällig und wir wollten mal sehen, ob sich da ein bißchen was getan hat:

Die Farbe ist ein unaufälliges Strohgelb, in der Nase recht gelbfruchtig, im Einzelnen reifer Pfirsich, Aprikose und etwas Mango, nasse Steine inclusive. Am Gaumen im Prinzip ähnlich, jedoch kommt hier noch etwas Orangenzeste mit der Säure mit, die insgesamt für eine schöne Frische sorgt. Auch hier schöne mineralische Anklänge sowie einige grünkräuterige Noten in Richtung Estragon. Der Abgang recht lang anhaltend auf der fruchtig-mineralischen Seite.

Ich war jetzt von dem Wein mehr beeindruckt als vor einigen Monaten, er hat sich nach meinem Dafürhalten dem „Punggl“ (siehe unten) deutlich angenähert. Insgesamt reifer, fülliger und doch eleganter. Zumindest nach meiner Erinnerung. Grund genug, meine Wertung etwas anzupassen:

Meine Wertung: Nachkauf 2/3

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 16.03.2015:

Von Nals-Margreid habe ich ja schon zwei Lagenweine vorgestellt, die Kellerei bezeichnet diese als „Selection“, die Einstiegsweine werden dagegen unter der Bezeichnung „Classic“ vertrieben. Heute habe ich quasi zum Einstieg noch ein Glas des

2013er Pinot Grigio – Südtirol DOC, Nals-Margreid, Südtirol

bekommen. Bezeichnend bei dieser Basisqualität ist das Alter der Rebstöcke von immerhin 80 Jahren, so zumindest die Angabe von Nals-Margreid.

Für einen Pinot Grigio in der Preisklasse unter 10 Euronen wird in der Nase als auch am Gaumen ein recht komplexes Aromabouquet geboten, welches Birne, Pfirsich, Aprikose und Mango erkennen läßt. Wobei der Geschmack am Gaumen ausgeprägter ist als die Nase. Für einen Grauburgunder eine schöne ausgeglichene Säurestruktur, bemerkenswert auch die deutliche Mineralik.

Der einzige Nachteil dieses Weins ist, daß der „Selection“ Pinot Grigio „Punggl“ aus dem gleichen Haus ihm für nur wenig mehr Geld so gnadenlos den Rang abläuft, daß ich eigentlich keinen wirklichen Grund sehe, mich auf die Classic-Variante zu beschränken.

Somit ist der Classic-Pinot Grigio ein sehr sehr schöner Wein, den ich einerseits uneingeschränkt empfehlen kann, aber wenn ich das nächste mal im Nalser „Mein Dorfladen“ – Rauch bin (der auch das gesamte Nals-Margreid Sortiment führt), werde ich mit allergrößter Sicherheit doch eher beim Punggl zugreifen.

Meine Wertung: Nachkauf 1/3

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