Super-Scheu – Relaunch

Bereits vorgestern habe ich mal wieder eine

2011er Scheurebe – Randersackerer Sonnenstuhl – trocken – Spätlese – Pw, Schmitt’s Kinder, Franken

aufgemacht, aber nichts dazu aufgeschrieben. Heute -nach zwei Tagen- kam der Rest in die Gläser, der nachfolgende Text bezieht sich also auf den bereits deutlich belüfteten Wein:

Die Farbe ist ein helleres Zitronengelb mit leichten Blubberbläschen, geruchlich gibt’s recht dicht frisch-herbe Frucht in Form von Jostabeere, sehr reifer Karambole, Pomelo und Limette, weiters prickelige, kalkbasierte Steinchen und etwas Zement, dazu ein bißchen was kräuteriges wie Oregano. Geschmacklich kommen auch gelbere Zitrusaromen dazu, z.B. Ugli, aber auch Physalis. Die Säure ist sehr agil, zerrt aber nicht an den Gesichtsmuskeln; CO2 und etwas Pfeffer sorgen für leichten Prickel, gesteinsseitig wirkt das Ganze weniger kalkig als in der Nase. Der Abgang ist dicht fruchtig mit etwa 1:1 Zitrus zu Exotik, deutliche, belebende Säure, im Finale herb-kräuterig.

Immer noch recht jung wirkend, sehr animierende Scheurebe mit schöner Komplexität und Intensität, dabei kein bißchen anstrengend. Frisch aus der Flasche war die Frucht nicht ganz so dicht bzw. komplex, die Belüftung lohnt sich aus meiner Sicht deutlich!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 01. März 2017:

Auch wenn das Scheureben-Jubiläum nunmehr Geschichte ist, lassen wir von dieser schönen Rebsorte nicht ab, deshalb gab es nun mal wieder einen fränkischen Vertreter dieser Traube:

2011er Scheurebe – Randersackerer Sonnenstuhl – trocken – Spätlese – Pw, Schmitt’s Kinder, Franken

Laut Flasche keine „Erste Lage“, obwohl eigentlich alle Voraussetzungen dafür erfüllt sein sollten. Vielleicht war 2011 die Scheurebe für diese VDP-Klassifikation noch nicht zugelassen? Egal, es zählt, was im Glas ist:

Im Gabriel-Humpen ein helleres Goldgelb, leicht perlend, in der Nase viel Limette, Zitrone, Pampelmuse, etwas grüner Apfel, ein paar Wiesenkräuter. Geschmacklich bewegen wir uns etwas mehr in Richtung gelb; aus der Pampelmuse wird eine Grapefruit, die Zitrone zieht sich zurück, eine kleine Mirabelle taucht auf. Wobei sich die Verlagerung in Richtung gelb mit der Zeit weiter fortsetzt. Daneben nicht wenig Salzigkeit, die Säure ist deutlich ausgeprägt und sorgt für ordentlich Frische, ohne die Extraktsüße dabei wegzudrücken. Der Abgang macht ziemlich lange Freude, dabei zeigen sich die Früchte nochmal recht intensiv, ohne überdosiert zu wirken, dazu wieder die Kräuter und ganz am Ende trumpft das Salz auf.

Ich tue mir gerade schwer, mich zu erinnern, ob ich schon mal eine ausgewogenere -trockene- Scheurebe im Glas hatte. Diese hier ist jedenfalls schon sehr weit oben angesiedelt und erntete reihum ein erstauntes Raunen.

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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