Saftig-herber Österreich-Ungar

Mein erster Ungar vom Weingut Weninger war die 2011er Ausgabe des heute verkosteten Weins, der mir damals äußerst gut gefallen hat, vor allem auch bezüglich seines sehr attraktiven Preises. Nun also der

2013er Kékfrankos – Balf – száras – OEM, Weninger, Soproni

Die Farbe ist ein ganz leicht angebräuntes und etwas schmutziges Rubinrot mit mäßiger Transparenz. Anfangs ist das Bukett fast etwas kitschig, nach gut 15 Minuten dann saftig-herbe, dunkle Kirschen, dezent auch Pflaumen und Feigen, weiters in zweiter Reihe Großholzaromatik in Form von hellem Tabak, später auch was torfiges. Geschmacklich ist das Holz dann deutlich präsenter, neben dem Tabak gibt’s auch alte Holzbohlen mit etwas Steinkohlenteer, die Frucht ist -zwar in der zweiten Reihe- dicht, kantig und frisch zugleich, die amtliche und super austarierte Säure wirkt (auf mich zumindest) sehr animierend. Der Abgang ist ellenlang, auch hier hat das Holz die Nase vorn, ohne dominant zu wirken, die deutliche Extraktsüße wird durch die Säure sehr gut kontrolliert.

Der 13er steht dem oben verlinkten 11er in nichts nach, die Aromatik präsentiert sich allerdings frucht- wie holzseitig deutlich anders. Sonst ist auch dieser BF bzw. Kékfrankos ein Wein mit einem sehr erstaunlichen Preis-Leistungsverhältnis, so viel Spaß im Glas gibt’s für für 8 Euronen pro Fläschchen selten.

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s