Ausgerechnet Grauburgunder…

…gab’s gestern schon wieder. Irgendwie kommt die gerne verbreitete Botschaft, daß alle Weine aus dieser Sorte nichts sind, bei mir nicht so richtig an. Obwohl ich tatsächlich in den letzten Monaten auch ein paar nicht so tolle GB’s im Glas hatte, aber es gibt ja noch den

2014er Grauburgunder – Wasserburger Weinhalde – Reserve – [trocken] – Qw, Schmidt am Bodensee, Bodensee

Im Glas ein deutliches Bernstein, das Bukett zeigt dicht Kastanienhonig und sehr reife Kumquat sowie ebensolche Quitte, eher dezent Holz in Form von Koriandersaat, etwas Vanille und was leicht malziges. Geschmacklich ebenfalls deutliche Honignoten, die aber durch eine verhältnismäßig potente Säure auf der genügend niederviskosen Seite gehalten werden. Auch hier bewegt sich die Frucht incl. Khaki auf der fortgeschritten orangen Seite, das Holz ist hier ähnlich distinguiert. Insbesondere beim recht langen Abgang -vor allem im Finale- zeigen sich auch ein paar leicht herb-bittere Steinchen nebst leichtem Blutorangenbitterchen.

Wieder mal ein recht erfreuliches Beispiel dieser Rebsorte; erinnert ein wenig an weißen Portwein, ist dabei eine Art dick-dünner Zwitterwein und läuft trotz allem Gehalt recht widerstandslos den Rachen runter. Und das ausgerechnet bei einem Grauburgunder…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25

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