…was aus Österreich-Ungarn

Nein, ich habe keine uralte Flasche aus der k.u.k.-Monarchie aufgemacht, sondern den

2017er [Cuvée] – Somlo – Hidden Treasures Nr2 – szaraz – OEM, Moric feat. Kis Tamás, Nagy-Somló

Diese Cuvée aus 45 % Furmint, 45 % Harslevelü (Lindenblättriger) und 10 % Welschriesling wurde von dem noch recht jungen ungarischen Weingut Kis Tamás vinifiziert, dabei wirkt Robert Velic vom burgenländischen Weingut Moric in einer mir nicht näher bekannten Form unterstützend mit, die „Hidden Treasure“-Weine werden dann auch von Moric vertrieben. Dabei handelt es sich nicht nur um Weine aus Ungarn, sondern auch auch aus Österreich.

Die Farbe ist ein mittleres Messinggelb mit deutlich rötlichem Schimmer, geruchlich gibt’s markant mit Gerbstoffen belegte, leicht angemostete, mürbe und recht sekundäre Äpfel sowie ein paar Birnen auf lehmig-kalkiger Unterlage, auch etwas weißer Tee schwingt mit. Am Gaumen ebenfalls geschmeidig gerbstoffig, etwas Apfelstrudel, Cidre, lehmige Unterlage mit etwas weißem Pfeffer und einer leicht aufblitzenden Limette bei ansonsten eher gemäßigter, aber schön ausbalancierter Säure. Der Abgang ist ordentlich lang, die gegerbten Äpfel sind hier deutlich kantiger als am Gaumen, wie mit Magnesiumsalz gepudert.

Sehr schöne, etwas an burgenländische Welschriesling-Experimente erinnernde Maischestandzeit-Cuvée, die aber stilistisch doch wieder eigene Akzente setzt. Verbindet irgendwie das Naturweinthema schön mit dem der Crowdpleaser, ohne sich dabei irgendwie anzubiedern; ist einfach auf seine Art stimmig, muß man sich nicht „erkämpfen“.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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