Gut – besser – Gutswein

Der Drittwein am Sonntag war „nur“ ein Gutswein aus einem umfangreicheren Probierpaket, welches ich mir mal aus Iphofen habe zuschicken lassen:

2016er Riesling – trocken – Gutswein, Johann Ruck, Franken

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, in der Nase torfig-flintig, im Hintergrund sekundäre Frucht wie gelbe Kaktusfeige und „richtige“ Feige in frisch. Am Gaumen deutlich trocken-extraktsüß auf die leicht reduktive Art, fruchtseitig reduziert Kaki und Physalis, dazu Torf und etwas Kandiszucker(aroma); die Säure hält alles souverän auf der beschwingten Seite. Der Abgang ist -insbesondere für einen Gutswein- außerordentlich lang, strotzt vor restzuckerfreier Extraktsüße und Würze, bleibt aber immer auf der unangestrengten Seite.

Das ist nun so ziemlich der erstaunlichste Gutswein, den ich seit längerer Zeit im Glas hatte: so viel Gehalt, Anspruch, Spaß habe ich selten bei einem Einstiegswein erlebt. Häufig sind die Gutsweine, die ja im besten Fall die animierenden Eintrittskarten zum weiterführenden Sortiment sein sollen, nur so „lala“, hier jedoch wird das Interesse auf recht nachdrückliche Weise geweckt. Chapeau!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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