Veltliner – mal wieder in rot – Relaunch

Am Sonntag war der zweite Wein unserer Runde mal wieder ein Roter Veltliner, nämlich der

2013er Roter Veltliner – Mitterweg – trocken – Qw, Hofstetter, Wagram

Die Farbe ist ein helleres, leuchtendes Goldgelb, fürs Näschen gibt’s sehr dicht reife Pfirsiche, Mango und Khaki, ganz leicht auch Torf, später auch ein bißchen Wachs. Am Gaumen ebenfalls die dunkelgelbe, aber doch recht erfrischende Frucht mit etwas saurem Karamell und modrigem, bepilztem Holzstamm; eher moderate, aber dafür hocheffektive Säure, als Unterlage etwas Ackerscholle. Der Abgang ist mehrminütig, die Frucht ist dunkelorange und dennoch nicht fett, sehr schöne, letztlich recht belebende Struktur mit leicht torfigem Finale.

Roter Veltliner neigt ja grundsätzlich etwas zur Opulenz bzw. auch Breite, aber dieser bereits leicht angereifte RV ist ein frisch-leicht-dicht-anspruchsvoll-unkomplizierter Wein, irgendwie alles auf einmal, großer Spaß!

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

Nachfolgend der Text der Verkostung vom 23. Januar 2016:

Ich habe ja noch nicht viele Rote Veltliner im Glas gehabt, genau genommen gerade mal einen, den ich aber noch in sehr guter Erinnerung habe. Deshalb war auch diese schöne Rebsorte jetzt wieder mal dran:

2013er Roter Veltliner – Mitterweg – trocken – Qw, Hofstetter, Wagram

Die Farbe ist Strohgelb mit ein paar wenigen dunkleren Reflexen. Schöne gelbe Nase mit Nektarine und saurer Mango, im Hintergrund ein paar Rosinen, aber ohne daß das Bukett nun in Richtung Süßwein abdriftet. Am Gaumen auch Pfirsich und Aprikose, aber ebenso was Rotes, nämlich Preiselbeeren. Vielleicht hab ich es mir auch nur eingebildet, weil das „Rot“ ja im Namen enthalten ist und ich ein Aroma zuerst auch gar nicht richtig zuordnen konnte, aber die P-Beere hat sich dann doch in meiner Wahrnehmung festgebrannt. Weiters auf der Zitrusseite etwas pink Grapefruit. Auch eine mineralische Note, die -so blöd es vielleicht klingen mag- etwas ins karamellige geht. Schöne prägnante Säure, die sich gut mit dem reichen Extrakt arrangiert. Der Abgang ist lang und gelb-rot mit geschmeidigen sauren Komponenten.

Ich weiß nun nicht, ob das hier ein typischer Roter Veltliner ist, zumal ich den oben verlinkten Wein auch nicht unbedingt als Referenz bemühen kann, da dies eine Reserve war. Jedenfalls bietet der RV „Mitterweg“ein schönes, nicht alltägliches Geschmackserlebnis, das ich in Zukunft sicher wiederholen möchte. Mit anderen RV’s, aber sicher auch mit diesem.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3

Nachtrag nach 72 Stunden mit Luft: In der Nase jetzt noch etwas intensiver auf der Fruchtseite: Mango, Papaya, reifer Pfirsich, auch die roten Preiselbeeren sind noch da, jetzt schon in der Nase. Am Gaumen ebenso, dazu etwas Muskatwürze und Kastanienhonig. Dafür gehen die Zitrusaromen zurück. Trotz der Opulenz immer noch nicht schwer wirkend. Der Nachhall macht immer noch Freude wie am ersten Tag!

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