Welscher Schaum

Bei einem kleinen Intermezzo in Österreich gab’s am letzten Freitag den

[2019er] Welschriesling – brut – Burgenland Klassik – Sekt g.U., Szigeti, Neusiedlersee

den ich hier vor Ort gekauft habe. Nachdem mir das Sektgut Szigeti schon mal durchaus positiv aufgefallen ist, wollte ich wissen, wie so ein welscher Blubberer -der übrigens laut Rückenetikett am 26.03.2019 dégorgiert wurde- schmecken kann:

Im Glas ein helleres Strohgelb, mäßiger, aber beständiger Blubber, in der Nase sehr frische grün-gelbe, aber schon leicht mürbe Äpfel und reife Mirabellen, dabei leicht extraktsüßlich, nur ein Hauch Hefe. Am Gaumen zwar auch durchaus süßlich, aber in Zusammenhang mit einer präsenten Pomelo incl. Bitterchen tut sich da keinerlei Breite auf; zusätzlich zeigt sich ein leichtes Kräuterbett aus Süßklee und Zitronenmelisse. Der Abgang ist ziemlich lang, deutlich extraktsüß, der Kohlensäureblubber wirkt jedoch extrem lang und hält den Wein klar auf der animierenden Seite.

Unkomplizierter, aber dennoch sauberer und anspruchsvoller Sprudler, der auch nerdige Trockenblubber-Fetischisten abholen kann. Bei dem Ruf, den österreichischer Welschriesling so hat, kann man sich hier nicht nur nicht beschweren, sondern muß eigentlich schon den Hut ziehen.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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