Leicht schräges Weinviertel

Heute mal ein Fläschchen von einem Gut, dessen Weine ich bei einer Präsentation der Neuigkeiten im Sortiment recht begeistert vor gut eineinhalb Jahren bei einem meiner Weinhändler probiert und gleich in größerer Stückzahl bestellt habe. Die Weine kamen dann aber nicht, weil es zu irgendwelchen Problemen zwischen Weingut und Händler kam. Weil er mich immer wieder vertrösten mußte, hat mir der Händler letztlich zwei der Flaschen, die er noch hatte, geschenkt. Eine davon habe ich heute geöffnet:

2017er Grüner Veltliner – Ried Kellerberg – Reflexion – trocken – Qw, Johannes Zillinger, Weinviertel

Die Farbe ist ein mittleres Messinggelb, geruchlich zeigen sich leicht reduktiv und sekundär Mirabellen und Backapfel sowie deutlich weiße, samtige Gerbstoffe und ein paar kleine Egerlinge. Am Gaumen wiederholt sich das Ganze mit fluffiger Frische, die Säure ist deutlich, aber eben auch leicht belegt, dazu einige bepelzte Steinchen. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, dabei samtig, die Gerbstoffe sind nicht überkandidelt, aber doch prägend, auch hier ist die Säure samtig und doch animierend.

Dieser GV ist so eine Art Naturwein „light“, der Betrieb ist demeter-zertfiziert, aber man treibt das Thema nicht auf die Spitze. Heraus kommt dabei ein nicht alltäglicher, aber doch alltagstauglicher Wein, unkompliziert, aber mit Anspruch und eigenem Kopf.

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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