Burgundisch vom Bodensee – Nachtrag

Bei so viel Zeug im Keller muß man aufpassen, daß man nix übersieht, fast wäre es mir mit dem

2014er Riesling – Meersburger Sängerhalde – 1 Lilie – trocken – Qw, Aufricht, Bodensee

so gegangen…

Die Farbe ist ein leuchtendes Goldgelb mit leicht bräunlichem Schimmer, das Bukett zeigt Apfel- / Marillenstrudel mit einem Hauch Vegetabilität, etwas reduktiv und mit Großholzduft. Am Gaumen ebenfalls diese reduzierte, fast burgundische Frucht, dezent angecremt, aufgrund der ordentlichen, jedoch auch distinguierten Riesling-Säure aber weit von jeglicher Breite entfernt, ein paar Schottersteine bilden die mineralische Unterlage. Der Nachhall hallt ordentlich lang, ist dabei auch mit dieser leicht reduktiven Grünholzaromatik ausgestattet und macht mit seiner samtigen Säure Lust auf den nächsten Schluck.

Sofern man sich mit der Kombination „Riesling“ und „burgundisch“ anfreunden mag, ist dies ein sehr schöner Essensbegleiter; mit klassischem deutschen Riesling -egal ob Mosel, Pfalz oder Rheingau- hat dies aber gar nichts zu tun; hat mich stilistisch eher an einen Chardonnay von Knewitz erinnert, nur halt in Riesling…

Meine Wertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: die grünlichen Anteile sind komplett verschwunden, die Frucht ist noch etwas sekundärer geworden, ein paar Nüsse tauchen auf, ohne daß das Ganze dadurch cremiger würde. Jetzt paßt alles nochmal deutlich besser zusammen, das rechtfertigt aus meiner Sicht ein deutliches Upgrade:

Meine Wertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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